zur Navigation springen

Hilfe fürs ehrenamt : Schweriner helfen mit im neuen Spendenparlament

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Unternehmer Jens Ahnefeld unterstützt ehrenamtliches Engagement in der Seniorenarbeit

von
erstellt am 25.Jun.2014 | 16:00 Uhr

„Generationenverantwortung ist ein wichtiges Thema“, sagt Unternehmer Jens Ahnefeld. Deshalb begeistert den Autohändler die Idee des Spendenparlaments, das nach bundesweitem Beispiel jetzt auch in der Landeshauptstadt etabliert werden soll. Ahnefeld gefällt dabei vor allem, dass Ältere Jüngeren helfen und umgekehrt. „Dann haben alle etwas davon.“

220 Unternehmen hat die Arbeitsgruppe aus Seniorenbeirat und Seniorenbüro in den vergangenen Tagen angeschrieben. Jetzt soll kräftig weiter die Werbetrommel gerührt werden. Zu den Seniorentagen soll das Spendenparlament erstmals tagen – am 23. Oktober im Demmlersaal des Rathauses. „Es geht uns nicht um große Summen“, sagt Wilfried Kroh, Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt. „Aber wir wollen endlich das ehrenamtliche Engagement würdigen und nicht zusätzlich belasten.“

Senior-Trainer tragen die Idee des Spendenparlaments in die Wirtschaft. So wie Helmut Ratke, der früher selbst ein Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern geführt hat. „Wir haben mehr als 200 Ehrenamtliche, die kostenfrei und freiwillig in Schwerin Seniorenarbeit leisten. Ihnen wollen wir durch Spenden die Arbeit erleichtern. Das Geld soll einen Teil der Sachkosten begleichen, die die Ehrenamtlichen derzeit aus eigener Tasche zahlen“, erklärt Ratke.

Die Idee ist simpel: Einmal im Jahr treffen sich alle „Parlamentarier“ – sprich: alle diejenigen, die Seniorenarbeit finanziell unterstützen wollen – und hören sich die Bewerbungen der Vereine, Verbände und Institutionen an. Dann entscheiden sie selbst, wem sie wie viel Geld zukommen lassen. Natürlich kann man auch nur Geld geben und auf sein Stimmrecht verzichten. Andere Städte wie Hamburg oder Kiel machen es vor: Das Spendenparlament funktioniert.

Die zu fördernden Vorhaben sind vielfältig. Senioren helfen förderbedürftigen Schülern bei den Hausaufgaben, agieren als Vorlesepaten in Kitas, helfen anderen Senioren beim Einkauf oder auf dem Weg zum Arzt.

Ob Jens Ahnefeld selbst „Abgeordneter“ wird oder nur die Vorhaben finanziell unterstützt, für diese Entscheidung hat der Unternehmer noch bis zur ersten Sitzung im Oktober Zeit.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen