Minions vorn : Schweriner haben Lust auf Kino

Die drei Minions Stuart, Kevin und Bob (v.l.)  in einer Szene des Animationsfilms „Minions“.
Die drei Minions Stuart, Kevin und Bob (v.l.) in einer Szene des Animationsfilms „Minions“.

In den Ferien verzeichnen die Lichtspielhäuser gute Umsätze, obwohl die großen Blockbuster erst im Herbst auf die Leinwände kommen

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13. August 2015, 21:00 Uhr

Sie sehen aus wie ein Überraschungsei und haben in diesem Sommer für eine Überraschung gesorgt: Die „Minions“ waren der erfolgreichste Film der Ferienzeit. „Das ist ein typischer Film für die ganze Familie, in den auch Großeltern mit ihren Enkeln gehen“, sagt Tim Harneid, Assistent des Theaterleiters im Filmpalast Capitol. „Die deutschen Kinos verzeichneten im Juli 2015 rund 60 Prozent mehr Besucher als im vergangenen Jahr. So war es auch bei uns.“ Von der Ferienzeit profitieren die Schweriner Kinos – die Schüler haben Zeit, auch nachmittags Filme gucken zu kommen. Viele Touristen nutzen vor allem die trüberen Tage für einen Kinobesuch.

Mit den ulkigen gelben Urzeit-„Minions“, deren Aufgabe es ist, fiesen Schurken zu dienen, und die das Publikum schon aus „Ich – einfach unverbesserlich“ kennt, konnte bislang kein anderen Filmheld mithalten. Lediglich die Rückkehr der Saurier in „Jurassic World“ lief zumindest im Mega Movies fast so erfolgreich, sagt Theaterleiter Tino Burmeister. „Wir zeigen ihn bis heute.“ Gute Chancen gibt er auch noch der fünften „Mission Impossible“. Der Film erfülle aber bisher leider nicht die Erwartungen. „Das ist kein Familienfilm, aber er ist wirklich gut“, sagt Burmeister. „In den nächsten Wochen könnte der Streifen mit Tom Cruise noch nach vorne kommen.“

Die großen Blockbuster hat sich die Filmindustrie 2015 offenbar bis zum Ende aufgespart. In den nächsten Monaten kommen nämlich noch der neue James Bond „Spectre“ (Start: 5. November), die letzten „Tribute von Panem“ (Start: 19. November) und Episode 7 der Star-Wars-Saga „Das Erwachen der Macht“ (Start: 17. Dezember) in die Kinos. Am 24. Dezember folgt die Verfilmung des Hape-Kerkeling-Bestsellers „Ich bin dann mal weg“. Vor allem Mädchen und Frauen dürfen sich schon auf einen Leckerbissen im September freuen: Am 10. September startet „Fack Ju Göhte 2“ mit Elyas M’Barek und Karoline Herfurth. Der Ex-Kleinganove und frisch gebackene Lehrer Zeki Müller geht diesmal mit seinen Schülern auf Klassenfahrt nach Thailand.

Herausragende Einspielergebnisse erzielte in der ersten Hälfte 2015 bislang übrigens nur der heiß diskutierte Erotik-Film „50 Shades of Grey“, sagt Tino Burmeister vom Schweriner Mega Movies. „Und ,Honig im Kopf‘ mit Till Schweiger und Dieter Hallervorden ist super gelaufen.“ Die Remakes wie Terminator oder Mad Max seien eher mäßig beim Schweriner Publikum angekommen.

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