Anglerglück : Schweriner fängt 30-Pfund Hecht

Ein Hecht wie aus dem Bilderbuch: Robert Gonzales ist stolz auf seinen Fang.
Ein Hecht wie aus dem Bilderbuch: Robert Gonzales ist stolz auf seinen Fang.

Robert Gonzales hat den prächtigen Raubfisch nach einem Erinnerungsfoto wieder in den Schweriner See gesetzt.

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16. Juni 2015, 21:00 Uhr

So einen Fisch fängt man nicht alle Tage. Der Schweriner Robert Gonzales hatte großes Anglerglück und einen 30 Pfund schweren Hecht aus dem Schweriner See geholt. „Er war 1,27 Meter lang. Und ein sehr schönes Exemplar“, erzählt Gonzales.

Am Sonnabend gegen 6 Uhr ist der Angler mit zwei Freunden in einem Boot auf den Schweriner See gefahren. Ihr Ziel war der Außensee bei Lübstorf, hier wollten sie auf Hecht angeln – mit Kunstködern. Gegen 7.30 Uhr dann ein Biss. Robert Gonzales merkte sofort, dass es sich um einen größeren Fisch handeln müsste. Etwa zehn Minuten habe es gedauert, bis er ihn im Boot hatten. „Der Hecht hat gekämpft, meine Angel hat sich stark gebogen. Ich dachte schon, sie bricht“, erinnert sich der Angler.

Seine Freunde Dirk Steffen und Andreas Hartrodt, beide ebenfalls aus Schwerin, halfen ihm, den Fisch vom Haken zu bekommen. „Wir hatten ja einen Kescher an Bord, mit dem wir ihn schließlich herausholten. Das war Punkt 7.38 Uhr“, erzählt Robert Gonzales, denn er habe auf die Uhr geschaut. Dass der Kescher dabei entzwei gegangen war, habe keine Rolle gespielt. Wichtig sei gewesen, den Fisch, der eine unbändige Kraft zu haben schien, relativ unbeschadet blieb.

Als der Petrijünger den Hecht für ein Erinnerungsfoto in den Armen hielt und sich das Prachtexemplar aus der Nähe anschauen konnte, stand gleich fest: Der landet nicht in der Pfanne. Gonzales: „Ich fand ihn schön und zu wertvoll, um ihn mit nach Hause zu nehmen. Der Hecht soll die Möglichkeit haben, seine guten Gene noch weitergeben zu können und für Nachwuchs zu sorgen.“

Nachdem ihm seine Freunde auf dem Boot geholfen haben, den Raubfisch zu vermessen und zu wiegen – Zollstock und Waage hatten die Angler dabei– , setzte Robert Gonzales ihn wieder sacht in den See. Der Fisch habe sich im Wasser kurz orientiert und sei dann unters Boot abgetaucht. Auch seine Begleiter haben sich gefreut, dass der Fisch wieder ausgesetzt wurde. Der Hecht blieb bei dem ganzen Prozedere unverletzt. Der Angler nicht. Der 53-Jährige war mit einer Hand dem Fischmaul zu nahe gekommen, die spitzen Zähne haben Spuren hinterlassen. „Das war aber nicht so schlimm“, meint er im Nachhinein.

Bis zum Mittag versuchten die drei Männer noch ihr Anglerglück. Doch es sollte bei diesem einzigen Biss bleiben. Zu Hause erzählte der glückliche Petrijünger von seinem prächtigen Fang. Seine Frau habe sich mit ihm gefreut. Noch mehr aber darüber, dass er dem Fisch wieder seine Freiheit geschenkt hat.

Diesen Fang wird Robert Gonzales noch aus anderen Gründen nicht vergessen: Er hat überhaupt erst zum dritten Mal auf Hecht geangelt – mit einem 25 Gramm schweren Blinker von Abu Garcia. Und: Der Key Account Manager hat erst vor Kurzem, am 30. April, seine Fischereischein-Prüfung abgelegt. „Ich war früher schon mal mit zum Angeln, einfach so. Wollte es jetzt aber selbst ausprobieren“, so der Schweriner. Das Schöne daran sei, dass man beim Sportfischen die Natur genießen kann und sich vom Arbeitsalltag erholen kann.

Seinem Lehrgangsleiter und Ausbilder Heinz Bürger, Vorsitzender des Regionalen Anglerverbandes Schweriner Seen-Umland, schickte Robert Gonzales ein Foto vom prächtigen Hecht. Der gratulierte und meinte: „So einen Fang macht man nur einmal im Leben.“

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