Sozial engagiert : Schweriner beim Bürgerfest in Berlin

Dr. Hans-Dieter Waedow
Dr. Hans-Dieter Waedow

Dr. Hans-Dieter Waedow für ehrenamtliches und soziales Engagement geehrt

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11. September 2015, 08:00 Uhr

Als das Schreiben des Bundespräsidenten Joachim Gauck kam, war Dr. Hans-Dieter Waedow perplex. Seine Frau habe es aus dem Briefkasten gefischt, erzählt der gebürtige Schweriner und „auf einmal lag dieser Brief vor mir: goldener Bundesadler, verzierte Schrift.“ Der Grund: Das Staatsoberhaupt lädt am Freitag zum Bürgerfest im Berliner Schloss Bellevue. Gauck würdigt dort Bürger für ihr ehrenamtliches und soziales Engagement. Warum ausgerechnet er nach Berlin eingeladen wurde, kann sich Waedow noch erklären, nicht aber, wer ihn dafür vorgeschlagen habe. Seit Jahrzehnten engagiert sich Waedow, der zu DDR-Zeiten als Leiter er Verkehrsverwaltung des Bezirkes Schwerin tätig war und nach der Wende in einem Ingenieurbüro gearbeitet hatte, für die Landeshauptstadt. Bekannt wurde er vor allem durch seine Tätigkeit als Vorsitzender des Vereins Pro Schwerin „Wir haben große Erfolge gefeiert. Die Bundesgartenschau 2009, die wir initiierten oder der Erhalt des Neuen Gebäudes am Markt.“ Größtes Projekt bleibt aber bis heute der Versuch, das Residenzensemble Schwerin zum Weltkulturerbe zu machen. Erste Ideen ob einer Unesco-Bewerbung gab es seit 2001, „2014 haben wir es auf die vorläufige Liste geschafft“, berichtet er. Waedow bemüht sich im Zuge der Bewerbung besonders um die Jugend. Im April organisierte er zusammen mit Pro Schwerin einen Malwettbewerb unter dem Motto „Mein Schloss und die Welt“.

Die Resonanz hat Waedow überwältigt: „Es war schön zu sehen, dass wir bereits die Kleinsten dazu gebracht haben, sich für die Stadt einzusetzen.“ Er plane bereits Ideen für neue Projekte mit den jüngsten Schwerinern, „denn gerade in diesen Tagen wird deutlich, wie wichtig es ist, sich ehrenamtlich zu betätigen.“

Und das Bürgerfest in Berlin? Erwartungen habe er keine. Er lasse alles auf sich zu kommen, sagt Waedow. Bevor es zum Schloss geht, hat die Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern zu einem Empfang geladen, dort lernt er die anderen 19 Eingeladenen aus MV kennen, die entweder von der Staatskanzlei oder dem Bundespräsidenten persönlich vorgeschlagen werden. Eine Sache wünscht sich Waedow dann doch: Käme er mit Gauck ins Gespräch, würde er ihn darum bitten, ein gutes Wort für die Schweriner UNESCO-Bewerbung einzulegen. „Das wäre eine tolle Sache.“
 

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