Dank vieler Spenden : Schweriner bauen Kita in Afrika

„Thank you Kita gGmbH“: Die Kinder von Ishinde bedanken sich herzlich für die Unterstützung aus Schwerin.
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„Thank you Kita gGmbH“: Die Kinder von Ishinde bedanken sich herzlich für die Unterstützung aus Schwerin.

Spenden aus der Landeshauptstadt ermöglichen die Errichtung eines neuen Kindergartens im tansanischen Ishinde

svz.de von
07. November 2014, 12:00 Uhr

Das Fundament ist gelegt, die Mauern aus Lehmsteinen stehen. In Ishinde im Nordosten von Tansania entsteht ein neuer Kindergarten – finanziert mit Spenden aus Schwerin. 3375 Euro hatten Kinder, Eltern und Erzieher der städtischen Kita gGmbH gesammelt, um den Mädchen und Jungen in Afrika zu helfen (wir berichteten). Allein mehr als 1300 Euro waren bei der Verabschiedung der langjährigen pädagogischen Geschäftsführerin der Kita gGmbH, Marlies Kahl, zusammengekommen. „Unser Spendengeld ist in Tansania gut angelegt“, beton die kaufmännische Chefin der Kita gGmbH, Anke Preuß.

2012 hatte Preuß das ostafrikanische Land bereist – gemeinsam mit Gerlinde Haker von der Schweriner Domgemeinde, die seit Jahren den Kontakt zur Partnerdiözese der evangelischen Kirche in den Pare-Bergen hält. Die Kita-Geschäftsführerin besuchte vor Ort zahlreiche Kindereinrichtungen, erlebte die Gastfreundschaft und die Herzlichkeit der Menschen in Tansania. Mit ihrer Begeisterung und der Idee für eine Spendenaktion steckte die Kita gGmbH-Chefin nach ihrer Rückkehr viele Leute in Schwerin an. Es wurden afrikanische Feste veranstaltet, Flohmärkte ausgerichtet und Sammelboxen aufgestellt. „Alle 20 Einrichtungen der Kita gGmbH haben sich beteiligt“, berichtet Preuß. Tatkräftige Hilfe bekam die Geschäftsführerin auch von einem Afrikaner: Noel Omary Kipesha stammt aus Ishinde und absolvierte im vergangenen Jahr ein Praktikum in der Kita „Future Kids“ im Mueßer Holz.

So kann in Tansania nun gebaut werden. Der alte Kindergarten von Ishinde bestand nur aus einer kleinen Hütte, die Einrichtung war karg. „Groß und stabil wird dagegen das neue Kita-Gebäude sein“, sagt Gerlinde Haker. Verputzte Wände, einen Fußboden, ein Wellblech-Dach, Türen und Fenster werde das Haus noch bekommen. Ishindes Bürgermeisterin Monica Tezura halte vor Ort die Fäden in der Hand, sorge dafür, dass das Geld aus Deutschland richtig eingesetzt wird, so Haker, die die Tansania-Initiative der Domgemeinde koordiniert. Unterstützung für das Kindergarten-Projekt gäbe es auch durch Spenden von der Regionalen Arbeitsstelle für Jugend, Schule und Interkulturelle Arbeit (RAA) und vom Augustenstift. „Man lässt einen Stein ins Wasser fallen und es zieht Kreise“, zitiert Haker ein Sprichwort.

Die Mittel aus Schwerin würden freilich noch nicht reichen, um das Gebäude auch komplett einzurichten, erklärt Anke Preuß. „Wir sammeln deshalb weiter.“ Über die Tansania-Initiative der Domgemeinde würden die Beträge nach Ostafrika weitergereicht, so Preuß. Die Kita-Geschäftsführerin hofft noch auf zahlreiche Spenden.

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