Aus eigener Kraft : Schweriner bauen Familienpark

Das Areal für den Landschaftspark ist vorbereitet und eingezäunt, der Boden geebnet. Jetzt kann er bepflanzt werden.
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Das Areal für den Landschaftspark ist vorbereitet und eingezäunt, der Boden geebnet. Jetzt kann er bepflanzt werden.

Projekt im Mueßer Holz entsteht in Eigeninitiative und soll den Stadtteil attraktiver machen, Pflege übernehmen Vereine selbst

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08. November 2014, 16:00 Uhr

Nächstes Projekt zur Erhöhung der Lebensqualität im Mueßer Holz: Nach dem gelungenen Start des Plattensterns – in Eigeninitiative war auf einer Brachfläche aus Abrissmaterial ein kleines parkartiges Areal mit Sitzgelegenheiten angelegt worden (SVZ berichtete) – wird das Wohnumfeld nun noch weiter umgestaltet. Auf der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates stellten mehrere Mitglieder des Dreescher Rollsportvereins ihre Idee für einen Familienpark vor. Das Besondere daran: Es wird kein Geld der öffentlichen Hand benötigt. Die Stadt stellt lediglich die Fläche zur Verfügung. Alles andere entsteht in Eigeninitiative und Eigenregie des Vereins mit Unterstützung von Anwohnern.

Der geplante Familienpark schließt eine Lücke, die durch den Abriss mehrerer Blöcke entstanden ist. Er entsteht zwischen dem Plattenstern, dem bereits vorhandenen Gorodki-Park, der Kästnerhalle und der so genannten Boxhalle.

Der Auftakt ist bereits gemacht: Bei gemeinsamen Arbeitseinsätzen haben Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Fläche beräumt, Wildwuchs entfernt, alte Bordsteine aufgenommen, einen Zaun gesetzt. „Unser Anliegen ist, von Anfang an die jungen Leute einzubeziehen, denn dann übernehmen sie gern Verantwortung für das von ihnen Geschaffene“, erläutert Peter Boneß, der mit dem Verein „Power for Kids“ bereits entsprechende Erfahrungen gemacht hat. Martin, einer der Jugendlichen, bestätigt: „Ja, es hat Spaß gemacht, hier mitanzupacken und man bekommt Kraft. Wir waren viele Helfer und wollen jetzt weitermachen.“

Die Attraktion des künftigen Familienparks wird eine 7,5 Meter hohe Riesenrutsche mit Kletterwand – die höchste in Schwerin – sein, kündigt Peter Boneß vom Verein Dreescher Rollsporthalle an.

Ein Konzept für die Bewirtschaftung des Parks hat der Verein bereits erarbeitet, auch dafür sind keine Zuschüsse der öffentlichen Hand nötig. Um die Bewässerung der Grünanlagen kostengünstig zu gestalten, wurden zwei große Zisternen in den Boden gebracht. Sie werden später mit Regenwasser gefüllt.

Der Park ist öffentlich, wird aber eingezäunt und videoüberwacht, was auch entsprechend ausgeschildert werden soll, kündigt Boneß an.

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