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Zeitung für die Landeshauptstadt

14. Dezember 2017 | 01:57 Uhr

Stimme erheben : Schweriner auf der Straße

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Friedliche Demonstrationen für und gegen Integration

von
erstellt am 05.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Sein Gesichtsausdruck war ernst. Nachdenklich. Ebenso seine Stimme. Aber auch laut. Richtungsweisend. „Wir wollen einfach deutlich machen, dass unsere Landeshauptstadt weltoffen ist. Flüchtlinge sind willkommen“, sagte Veranstalter Thomas Fröde vom DGB während der Demonstration zum Thema „Für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit, Refugees Welcome“ am Tag der Deutschen Einheit. Auf dem Grunthalplatz trafen sich etwa 100 Schweriner. Sie alle wollten ihrer Meinung mit Plakaten und einem Spaziergang durch die Innenstadt Ausdruck verleihen.

„Wir alle müssen uns gegenseitig unterstützen. Uns helfen“, so Fröde. Er wies darauf hin, dass Flüchtlinge Schwerinern weder Wohnungen noch Arbeitsplätze wegnehmen würden. Er verstehe aber auch die Angst, die bei den Einheimischen entstehe. Denn: „Veränderungen bringen immer gewisse Ängste mit sich. Nur dürfen wir nicht zulassen, dass diese Ängste von der rechten Szene ausgenutzt werden“, so der Regionsgeschäftsführer des DGB. Flüchtlinge würden bei der Arbeitsplatzsuche nicht bevorzugt behandelt, verdeutlichte Fröde. Er machte auch noch einmal deutlich, dass die Bürger, die fremdenfeindlich sind, in Schwerin nicht überwiegen. „Viele Landeshauptstädter gehen einfach toll mit der Situation um. Sie helfen, wo sie können. Der Dank geht an die vielen Ehrenamtlichen, die großartige Arbeit leisten“, sagte Fröde.

Zeitgleich demonstrierten etwa 300 Personen der „Bürgerinitiative Deutschland wehrt sich“ im Bereich der Hamburger Allee/Berliner Platz. Trotz eindeutiger rechter Hetze und Hassparolen, verlief die Versammlung friedlich. Denn: Etwa 200 Polizeibeamte waren rund um den Berliner Platz im Einsatz.

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