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Zeitung für die Landeshauptstadt

12. Dezember 2017 | 21:04 Uhr

Gehisst : Schwerin zeigt Regenbogenflagge

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In der Landeshauptstadt weht an mehreren Stellen das Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz – auch vor dem Rathaus

svz.de von
erstellt am 23.Jun.2014 | 10:02 Uhr

Trotz der Aussage des Innenministers, dass die Regenbogenfahne vor öffentlichen Gebäuden „nicht genehmigungsfähig“ sei, wehte das Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz in Schwerin. Nach Meinung des Bundestagsabgeordneten Frank Junge war das auch kein Verstoß gegen geltendes Recht. „Für mich ist es in einer modernen, weltoffenen und toleranten Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit, dass Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung gleichberechtigt sind. Die Regenbogenfahne gilt weltweit als Symbol für diese grundsätzliche Auffassung. Das aktuelle Verbot des Innenministers beruht zwar auf geltender Rechtslage. Allerdings lässt die Flaggenverordnung unseres Landes auch begründete Ausnahmen zu. Die Gleichberechtigung von Lesben und Schwulen wäre in meinen Augen ein solcher Grund, eine Ausnahme zur Flaggenordnung zu rechtfertigen.“ Das sahen andere offenbar genauso. So wurde sie zum Beispiel auf Initiative von Frank Ahrendt, Geschäftsführer der AOK-Landesdirektion Mecklenburg-Vorpommern, vor dem Dienstgebäude der AOK auf dem Großen Dreesch gehisst.

Auch SPD-Fraktion in der Stadtvertretung, die Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD und die Jusos machten sich für die Regenbogenfahne stark und zogen sie vor dem Willy-Brandt-Haus in der Wismarschen Straße auf. „Die SPD setzt ein optisches Zeichen, dass sie für eine weltoffene, vielfältige und tolerante Gesellschaft steht“, sagte der Vorsitzende der Schweriner SPD-Fraktion, Daniel Meslien. „Wir fordern die Landesregierung auf, die Flaggenordnung rechtzeitig vor den Umzügen zum Christopher-Street-Day im Jahre 2015 anzupassen“, forderte Juso-Landesvorsitzende Luisa Heide. „Für uns ist die Regenbogenfahne keine Flagge einer privaten Organisation, sondern ein politisches Statement“, sagte Daniel Alff, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD Schwerin.

Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow hatte die Regenbogenflagge vor dem Rathaus gehisst. „Die SPD-Stadtfraktion steht hinter diesem Signal der Solidarität mit Lesben, Schwulen sowie, Bi- und Transsexuellen“, sagt Daniel Meslien.

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