17. Literaturtage in Schwerin : Schwerin wird Vorlese-Hochburg

Eröffnung der Literaturtage im Capitol: Bestsellerautor Roger Willemsen liest morgen aus  seinem Buch 'Momentum'. dapd
Eröffnung der Literaturtage im Capitol: Bestsellerautor Roger Willemsen liest morgen aus seinem Buch "Momentum". dapd

Roger Willemsen, Christoph Dieckmann, Birgit Lohmeyer - in den kommenden Wochen machen mehr als 20 namhafte und teils weniger bekannte Autoren bei den 17. Schweriner Literaturtagen in der Landeshauptstadt Halt.

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25. September 2012, 11:30 Uhr

Schwerin | Roger Willemsen, Christoph Dieckmann, Birgit Lohmeyer - neben der aktuellen Debatte um den künftigen Standort der Stadtbibliothek machen in den kommenden Wochen mehr als 20 namhafte und teils weniger bekannte Autoren bei den 17. Schweriner Literaturtagen in der Landeshauptstadt Halt. Drei von vier Lesenden sind in diesem Bücherherbst erstmalig in Schwerin zu Gast. "Neben zugkräftigen Namen haben wir auch viele Autoren im Programm, die noch nicht so lange dabei sind, aber ihre Bücher lohnen sich allemal", sagt Kulturdezernentin Angelika Gramkow. Sie wird morgen die 17. Literaturtage während der Lesung des Bestsellerautors und Publizisten Roger Willemsen im Capitol eröffnen. Während dann im Oktober und November die Herbststürme über Schwerin ziehen, können sich Literaturfreunde bei Weiland, im Capitol, im Fürstenzimmer im Hauptbahnhof, im Speicher, im Konzertfoyer des Staatstheaters und im Schleswig-Holstein-Haus etwas vorlesen lassen. Der Perzinasaal fällt in diesem Jahr als Veranstaltungsort aufgrund der beengten Situation in der Stadtbibliothek aus.

Eine der neuen Stimmen ist z. B. Volker H. Altwasser, dessen Texte im Jahr 2009 für den Alfred-Döblin-Preis und 2011 für den Deutschen Buchpreis nominiert waren. Oder Karl-Heinz Ott, dessen Roman "Endlich Stille" 2005 gleich mit drei literarischen Auszeichnungen geehrt wurde und der jetzt einen vollkommen skurrilen, aberwitzigen Lebensbericht des Philosophen und Pädagogen Jean-Jacques Rousseau vorstellt. Oder Elisabeth Herrmann, die für ihren Roman "Zeugin der Toten" mit dem Deutschen Krimipreis 2012 ausgezeichnet wurde. Und schließlich Birgit Lohmeyer, deren Kriminalgeschichten seit 2001 bereits mehrfach ausgezeichnet wurden und deren Engagement für Demokratie und Toleranz in diesem Jahr höchste Anerkennung erhielt. Roger Willemsen, Christoph Dieckmann, Ulrich Ladurner und Lutz Dettmann sind dagegen in Schwerin keine Unbekannten mehr, haben aber natürlich neue Bücher mitgebracht. Den auf jeden Fall weitesten Weg nach Schwerin hat Galsan Tschinag, der die Literaturfreunde auf eine Reise in den Alltag der Mongolei mitnimmt. Fast die Hälfte der Veranstaltungen wird entweder durch Autoren aus MV bestritten oder beinhaltet Themen aus der Region. So spielen beide Kriminalgeschichten, "Sokops Rache" von Birgit Lohmeyer und "Zeugin der Toten" von Elisabeth Herrmann, im Nordosten.

Spannend geht es aber auch beim diesjährigen Schreibwettbewerb zu. Er wurde erneut durch die Okapi-Grafik GbR organisiert. "Unser Aufruf hat wieder große Resonanz gefunden. Der Jury wird es sicher gelingen, aus den 170 abseits-Geschichten die gelungensten für das Siegerbuch heraus zu finden", sagt Axel Roller, einer der Geschäftsführer der Design-Agentur. Mit der Sieger lesung des Schreibwettbewerbs finden die Schweriner Literaturtage am 17. November ihren Abschluss.

Außerdem am Programm der Literaturtage beteiligt sind der Schelfbuch-Verlag, die Edition digital und der Literaturstammtisch von Liane Römer, die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Rosa-Luxemburg-Stiftung MV.


Das Programm

9. Oktober, 20.30 Uhr: Judka Strittmatter „Die Schwestern“ bei Weiland;
10. Oktober, 19.30 Uhr: Christoph Dieckmann „Freiheit, die ich meine“ im Holstein-Haus;
12. Oktober, 19.30 Uhr: Christoph von Fircks „Gnadenlose Arktis“ im Holstein-Haus;
16. Oktober, 19.30 Uhr: Volker H. Altwasser „Letzte Fischer“ im Fürstenzimmer;
17. Oktober, 19.30 Uhr: DDR-Fernsehkapitän Gerd Peters im Holstein-Haus;
18. Oktober, 19.30 Uhr: Ulrich Ladurner „Küss die Hand, die Du nicht brechen kannst“ im Holstein-Haus;
22. Oktober, 19.30 Uhr: Galsan Tschinag „Gold und Staub“ im Holstein-Haus;
23. Oktober, 19.30 Uhr: Annika Reich „34 Meter über dem Meer“ im Holstein-Haus;
24. Oktober, 19.30 Uhr: Dieter Grell „Klingschor. Ein Glasperlenspiel“ im Speicher;
25. Oktober, 19.30 Uhr: Elisabeth Herrmann „Zeugin der Toten“ im Holstein-Haus;
29. Oktober, 19.30 Uhr: Michael Göring „Der Seiltänzer“ im Holstein-Haus;
30. Oktober, 19.30 Uhr: Jörg Kokott „Zunderholz & Funken“ im Holstein-Haus;
3. November, 15 Uhr: Klaus Möckel „Bäckerbrot und Bergkristall“ im Holstein-Haus;
5. November, 20.30 Uhr: Lutz Dettmann „Anu. Eine Liebe in Estland“ bei Weiland;
6. November, 19.30 Uhr: Karl-Heinz Ott „Wintzenried“ im Fürstenzimmer;
7. November, 20.30 Uhr: Amelie Fried & Peter Probst „Verliebt, verlobt – verrückt?“ bei Weiland;
8. November, 19.30 Uhr: Otto Mellies „An einem schönen Sommermorgen“ im Theater;
13. November, 19.30 Uhr: Ernst-Jürgen Walberg „Das Schreiben und das Lesen …“ im Holstein-Haus;
14. November, 15. November, 19.30 Uhr liest Birgit Lohmeyer „Sokops Rache“ im Holstein-Haus

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 75.000 Schüler und Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
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