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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 02:18 Uhr

Baugeschehen 2015 : Schwerin wird noch schöner

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Millionen investiert: Stadt bringt Projekte wie den Neubau der Eisenbahnbrücke in der Wittenburger Straße zu Ende

svz.de von
erstellt am 25.Dez.2015 | 09:00 Uhr

In puncto Stadtentwicklung hat das zu Ende gehende Jahr die Landeshauptstadt sichtbar voran gebracht. Besonders positiv: Die Eisenbahnbrücke in der Wittenburger Straße konnte termingerecht fertiggestellt werden. „Gemeinsam haben wir es geschafft, dass die Brücke in Rekordbauzeit von nur neun Monaten fertig wurde“, so die Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow bei der Freigabe der Brücke Mitte Dezember.

In drei Bauphasen wurde seit März eine Leitungsbrücke zur Verlegung der Versorgungsleitungen errichtet, das alte Brückenbauwerk abgerissen und schließlich in in 191 Tagen die neue Brücke errichtet. 1000 Kubikmeter Beton und 180 Tonnen Stahl wurden verbaut. Damit kann sie locker einen 60-Tonner tragen. Gekostet hat der Brückenneubau 4,12 Millionen Euro und wurde durch das Wirtschaftsministerium mit rund 3,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds gefördert.

Als weiteren Erfolg verbucht die Stadt die Sanierung der Wittenburger Straße. Nachdem der erste Teilabschnitt der Wittenburger Anfang des Jahres fertiggestellt wurde, ist seit vergangenen Freitag zumindest kurzfristig auch der zweite Teilabschnitt stadteinwärts wieder befahrbar – bis zum Schlosspark-Center. Die Restarbeiten werden im neuen Jahr ausgeführt, sobald das Wetter es zulässt.

Auch die Umsetzung der B-Pläne für die Waisengärten ist ein Erfolg, heißt es aus der Verwaltung. Die Nachfrage nach Baugrundstücken in den Waisengärten sei 2015 deutlich gestiegen. Kein Wunder also, dass die LGE mit dem zweiten Bauabschnitt nachlegt. Während das neue Quartier im ersten Bauabschnitt mit mehrgeschossigen Stadt- und Mehrfamilienhäusern sichtbar wächst, wird das gesamte Gebiet nun auch in Richtung des Schweriner Sees weiter entwickelt. Im südöstlichen Bereich der Waisengärten, der bis in die Nähe des Schweriner Sees reicht, erschließt die LGE Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 28 Grundstücke. Geplant sind sie für den Bau von naturnahen, familienfreundlichen bis barrierearmen Stadtvillen und Stadthäusern – in aufgelockerter Bebauung und mit unterschiedlicher Geschosshöhe. 25 Grundstücke waren es im ersten Bauabschnitt. Alle Erschließungsarbeiten sollen bis Sommer 2016 abgeschlossen sein. Mit dem Bau der Häuser soll im Anschluss begonnen werden. Die LGE investiert insgesamt 14,5 Millionen Euro in die Entwicklung dieses neuen Quartiers.

Schwerin hat einen neuen Industriebetrieb: Ende November nahm das international tätige Unternehmen United Caps sein Werk in den Göhrener Tannen in Betrieb. Das Werk ist 10 000 Quadratmeter groß und hat zwei Produktionshallen, in denen jeweils bis zu 2,5 Milliarden Verschlüsse pro Jahr produziert werden können. Hergestellt werden in der einen Verschlusskappen für Wasserflaschen aus Plastik oder Glas sowie für Fruchtsäfte. In der anderen werden zwei- und dreiteilige Verschlüsse für Milch- und Fruchtsaftkartons gegossen. Bisher wurden 26 Millionen Euro investiert, vier Millionen davon Fördermittel.

Das Goethe-Gymnasium wächst: Da die bisherigen räumlichen Kapazitäten nicht mehr ausreichten, wurde bereits 2014 mit dem Ergänzungsneubau begonnen. Der Dreigeschosser schließt sich an das Hauptgebäude so an, das ein räumlich fast geschlossener Campus entsteht. Auf rund 7800 Quadratmeter Nutzfläche wird der Anbau Raum für modernes Lernen bieten. In den beiden oberen Etagen entstehen insgesamt 34 Klassenräume. Zu den Besonderheiten des Baus gehören ein Aufzug, der barrierefreies Erreichen aller Räume ermöglichen wird, die Datenvernetzung der gesamten Schule für eine zeitgemäße Unterrichtsgestaltung und Klimafreundlichkeit durch hohe energetische Standards. Cafeteria, Bibliothek und ein großzügiges Raumkonzept werten das Musikgymnasium als Ganztagsschule deutlich auf. Die Fertigstellung ist für Sommer 2016 geplant. Der Ergänzungsneubau kostet insgesamt 13,78 Millionen Euro. Gut 6,3 Millionen Euro bekommt die Stadt als Zuschuss aus dem Städtebauförderprogramm, weitere zwei Millionen als Sonderbedarfszuweisungen vom Land.




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