Neue Müllentsorgung für die Landeshauptstadt : Schwerin sortiert den Müll neu

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Der gesamte Abfall der Landeshauptstadt wird künftig durch die neue Sortieranlage an der Ludwigsluster Chaussee bewegt. Reinhard Klawitter (2)

Die Landeshauptstadt modernisiert die Abfallentsorgung. Der gesamte Abfall der Stadt wird sich künftig durch die neue Abfallsortieranlage auf dem Recyclinghof an der Ludwigsluster Chaussee bewegen.

svz.de von
29. März 2013, 05:23 Uhr

Haselholz | Die Landeshauptstadt modernisiert die Abfallentsorgung. In der Ludwigsluster Chaussee entsteht neben dem Nahverkehrs gelände ein neuer Wertstoffhof mit einer großen Halle. Dort werden künftig die bislang in Stern Buchholz befindliche Hausmüll-Verladestation, eine neue Sortieranlage für Sperrmüll und Gelbe Säcke sowie eine Altpapierpresse untergebracht. Zusätzlich wird eine neue Anlaufstation für die Schweriner geschaffen, an der sie Sperrmüll, Gartenabfälle und recycelbare Wertstoffe entsorgen können. In Betrieb genommen werden soll der neue Wertstoffhof am 2. Mai.

Damit geht die Landeshauptstadt einen weiteren Schritt in Richtung Klimafreundlichkeit, sagt Wirtschaftsdezernent Dr. Wolfram Friedersdorff. Denn das getrennte Erfassen von wiederverwertbaren Materialien ist ein entscheidender Beitrag zur Reduzierung der Restabfallmengen. Zudem sollen so die Gebühren trotz steigenden Entsorgungskosten stabil gehalten werden.

"Mehr als 70 Prozent des Sperrmülls ist Holz. Das kann aussortiert und einer Wiederverwertung zugeführt werden", erklärt Matthias Dankert, der gemeinsam mit Matthias Hartung als Geschäftsführer der Schweriner Abfallentsorgungs- und Straßenreinigungs GmbH (SAS) fungiert. Und mit der Altpapiererfassung und dem Kunststofffolien-Recycling wolle die SAS neue Geschäftsfelder erschließen, um den Kostenanstieg abzufangen. "Außerdem werden wir künftig am neuen Standort auch Kompost, Hächsel, Mulch und Erde verkaufen", ergänzt Hartung.

Kernstück des neuen Wertstoffhofes ist die 30 mal 70 Meter große Halle. Durch sie wird sich künftig der gesamte Abfall der Landeshauptstadt bewegen. Im rechten Bereich wird der Hausmüll für den Weitertransport zur Verbrennungsanlage verladen. Im Mittelteil der mehr als 2000 Quadratmeter großen Halle werden die Altpapiere und Pappen zu großen Ballen gepresst, die später verkauft werden. Daneben befinden sich die Sortieranlagen für Wertstoffverpackungen und für Sperrmüll. Zudem sollen die Bürger die Möglichkeit bekommen, kleinere Mengen von Sperrmüll und Gartenabfällen kostenlos selbst zu entsorgen. Dafür werden im Eingangsbereich des Areals Container positioniert, die über Rampen bequem befüllt werden können.

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