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Schulen, Kitas, Turnhallen : Schwerin setzt auf Energieeinsparung

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schulen, Kitas und Turnhallen werden saniert, um Strom und Wärme einzusparen - allerdings müsse sich der Aufwand rentieren

von
erstellt am 16.Jan.2017 | 08:00 Uhr

Das Zentrale Gebäudemanagement, die Verwaltung für Schulen, Kitas, Turnhallen und andere Immobilien der Stadt, setzt auf einen effektiven Energieeinsatz. Wo immer es wirtschaftlich vertretbar ist, wird investiert, um Strom, Wärme und Wasser einzusparen. In den vergangenen zehn Jahren mussten dadurch immerhin 500 000 Euro weniger ausgegeben werden – trotz Preissteigerungen.

Durch eine bessere Dämmung von Fassaden und Dächern wird Wärme eingespart. LED-Lampen sparen Strom. „Die größten Effekte erzielen wir aber durch eine optimale Verbrauchsteuerung“, sagt Wilfried Berteit, Chef des Energiemanagements beim ZGM. Sein Paradebeispiel ist die Grundschule in Lankow. Sind Räume ungenutzt, geht das Licht aus, dass ohnehin tageslichtabhängig gesteuert wird. Die Heizung wird herunter getregelt. Das passiert auch, wenn ein Fenster geöffnet wird. Und es wird sogar der CO2-Gehalt wird überwacht. Steigt er über eine bestimmten Grenzwert, muss gelüftet werden – sonst werden die Schüler müde.

Für die Energieverbrauchssteuerung für insgesamt 37 Immobilienstandorte gibt es eine Leittechnikzentrale in der Friesenstraße. „Diese teure Technik lohnt sich aber nur bei größeren und mittleren Objekten“, sagt ZGM-Werkleiter Ulrich Bartsch.

Strom wird vor allem durch eine moderne Beleuchtung eingespart. „Bisher haben wir über ein Bundesprogramm sieben Liegenschaften auf LED-Beleuchtung umstellen können“, sagt Bartsch. „Ohne Fördermittel wäre das nicht möglich gewesen.“ In diesem Jahr wird das Schleswig-Holstein-Haus auf LED-Leuchten umgestellt.

Das Zentrale Gebäudemanagement setzt auch auf Solarenergie. Allerdings hat das Unternehmen keine eigenen Anlagen. „Wir vermieten unsere Dachflächen und haben dadurch Einnahmen“, so Wilfried Berteit. Nutzer sind die Stadtwerke und ein privates Unternehmen.

Beim Zentralen Gebäudemanagement der Stadt wird aber nicht Energie eingespart um des Einsparens Willen. „Es muss immer wirtschaftlich sinnvoll sein“, sagt Ulrich Bartsch. Deshalb wird für jeden Standort untersucht, wo sich eine energetische Sanierung lohnt und wo nicht. „Sind Gebäude nicht sanierbar, wollen wir sie abstoßen, stilllegen oder abreißen.“ Das aber ist nicht immer so einfach.

„Wir haben eine Studie für die städtischen Turnhallen von einem externen Büro erarbeiten lassen“, sagt Wilfried Berteit. „Dargestellt sind darin die Einsparpotenziale.“ Das Problem: Vier, fünf Turnhallen werden nicht mehr für den Schulsport genutzt. Hier trainieren nur noch Vereine. Die Nutzungsgebühren decken aber nicht die Kosten. Eine Sanierung wird teuer. Beispiel Sporthalle Perleberger straße: Das Gebäude ist marode, die Haustechnik uralt. „Das ist eine richtige Energieschleuder“, sagt Ulrich Bartsch. Eine Sanierung des DDR-Baus ist nicht wirtschaftlich, ein Abriss geht aber auch nicht, weil der Standort für Vereine gebraucht wird. „Wir würden die Halle am liebsten einem Verein übertragen“, so ZGM-Chef Ulrich Bartsch. „Doch der wird nicht mehrere zehntausend Euro für die Sanierung aufbringen können oder wollen.“ Eine Zwickmühle. Wie die Stadt da rauskommt? Eine Entscheidung ist noch ist noch nicht getroffen worden.

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