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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 04:10 Uhr

Bürgeraktion : Schwerin radelt mit um die Wette

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bei der deutschlandweiten Aktion vom 1. bis 21. September geht es um möglichst viele Teilnehmer und Kilometer

von
erstellt am 21.Aug.2014 | 14:00 Uhr

Deutschland steigt aufs Rad. Bei der bundesweiten Aktion Stadtradeln zeigen die Teilnehmer, dass Radfahren für sie Spaß macht, ein Zeichen von Lebensqualität ist – und natürlich auch zu dieser beiträgt. Die Aktion will zusätzlich motivieren, öfter einmal aufs Rad umzusteigen, erklärt Dieter Prösch vom Schweriner Agenda-Büro, der das Stadtradeln in Schwerin koordiniert. Denn laut einer aktuellen Statistik besitzen zwar 78 Prozent der Deutschen ein Fahrrad. Nur zehn Prozent nutzen es allerdings auch regelmäßig.

Das Prinzip des Stadtradelns ist einfach: Ein Team-Leiter meldet seine Mannschaft an, die mindestens aus zwei Radfahrern bestehen muss. Nach oben gibt es keine Grenze. Dann erhält jeder Teilnehmer einen Online-Radelkalender oder er lädt sich die entsprechende App herunter. Dort werden dann die gefahrenen Kilometer eingetragen. Und am Ende geht es um die Summe einer in der Stadt erradelten Kilometer für den Klimaschutz.

Stadtvertretung und Stadtverwaltung gehen im Übrigen mit gutem Beispiel voran. Die Verwaltung hat gleich drei Mannschaften angemeldet – für jedes Dezernat eine. Das Bau- und Ordnungsdezernat von Bernd Nottebaum ist sogar schon mit 20 Teilnehmern dabei. Die Stadtvertretung will am 1. September zum Auftakt der Aktion um 17 Uhr vom Rathaus zum Stadthaus radeln. Dabei geht es natürlich nicht auf dem kürzesten Weg, sondern über sechs Kilometer über Werderstraße, entlang an Ziegelsee und Pfaffenteich. Alle Schweriner sind eingeladen, bei der Tour mitzufahren.

„Wir wollen mit der Aktion Stadtradeln einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Denn mit jedem Kilometer, den wir im Aktionszeitraum und darüber hinaus mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurücklegen, vermeiden wir 144 Gramm CO2-Ausstoß“, sagt Stadtpräsident Stephan Nolte, der als passionierter Radfahrer die Schirmherrschaft übernommen hat. „Nutzen Sie die Aktion, um in Schwerin und Umgebung Ausflugsziele mit dem Rad zu erkunden. Fahren Sie gemeinsam oder allein mit dem Rad zur Arbeit, schließen Sie sich einem Team in Ihrem Betrieb oder Ihrer Dienststelle an. Sprechen Sie in Ihrem Verein, in Ihrem Freundeskreis Leute an, sich am Stadtradeln zu beteiligen.“

Vereine und Firmen sind dem Aufruf bereits gefolgt, „es könnten aber durchaus mehr sein“, sagt Koordinator Prösch. Angemeldet haben sich unter anderem bereits die Zukunftswerkstatt, die Helios-Kliniken und natürlich die Schweriner Ortsgruppe des ADFC. Wer im Übrigen mitmachen möchte, aber kein Team findet, kann sich in der offenen Gruppe bei Team-Kapitän Dieter Prösch im Internet eintragen. Alle, die in der Landeshauptstadt wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen, können beim Stadtradeln mitmachen. Im Internet können Sie Ihr eigenes Team als Teamkapitän registrieren oder einem bereits bestehenden Team beitreten.

Während der Aktion sind verschiedene Fahrradtouren im Angebot. Am 7. September steht beispielsweise ein Rundkurs über 30 Kilometer an, eine Woche später ist es nur die Hälfte der Strecke. Zum Abschluss am 21. September soll es einen Fahrradcorso durch die Innenstadt geben – ähnlich wie beim autofreien Sonntag, erklärt Dieter Prösch. Auch hier sind wieder alle zum Mitfahren eingeladen.

Die Begeisterung für die Aktionen zeigen zwei Zahlen aus der Hansestadt Rostock. Im vergangenen Jahr haben dort mehr als 1000 Teilnehmer 190 000 Kilometer erradelt. In diesem Jahr – Rostock war schon an der Reihe – sind 293 000 Kilometer zusammengekommen. Das ist aber noch gar nichts. Die Stadt Bielefeld bringt es beispielsweise auf 428 696 Kilometer. Zu gewinnen gibt es auch etwas. Das beste Schweriner Team wird im Oktober in der Stadtvertretung geehrt.

 

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