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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 17:55 Uhr

Sonnenstrom : Schwerin plant riesiges Solarfeld

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Aus Schießplatz wird Sonnenkraftwerk: Süddeutsches Unternehmen will auf 30 Hektar Photovoltaik-Anlagen installieren

von
erstellt am 02.Aug.2014 | 08:00 Uhr

Schwerin setzt verstärkt auf Sonnenstrom. Auf dem Gelände des 2007 aufgegebenen Schießplatzes östlich der Bundesstraße 106 soll ein Solarfeld aus dem Boden gestampft werden. Das teilt Bauamtschef Günter Reinkober mit. Mit einer Fläche von 30 Hektar wäre das Solarkraftwerk größer als alles bisher da gewesene in der Landeshauptstadt. Das KGW betreibt bislang den Blücher-Umweltpark in Stern Buchholz auf vier Hektar und in Gosewinkel unterhalten die Stadtwerke einen 1,5 Hektar großen Solarpark. Jetzt will die süddeutsche Firma PV Strom zwölf Millionen Euro in den ehemaligen Bundeswehrstandort in Stern Buchholz investieren. 2015 sollen schon die Bagger rollen. Aber bis dahin muss noch einiges bewegt werden. Weil der Hauptausschuss bereits zugestimmt hat, werden die Pläne am kommenden Mittwoch, 6. August, von 17.30 Uhr an im Stadthaus, Am Packhof 2−6, in Raum E 070 im Erdgeschoss vorgestellt. Das ist notwendig, um die Fläche für die Solarnutzung frei zu geben. Der ehemalige Schießplatz der Blücher-Kaserne befindet sich im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Bundesforstbetrieb Trave mit Sitz in Mölln. Sie verpachtet die 30 Hektar an PV Strom. Ein Fünftel des künftigen Solarparks steht später auf dem gebiet der Gemeinde Lübesse. „Von dort gibt es bereits ein positives Signal“, sagt Reinkober.

Das ist auch wichtig, denn auf dem ehemaligen Schießplatz gibt es noch jede Menge Munitionsreste, wie der Bauamtschef weiter erklärt. Um die Fläche als Solarfeld zu nutzen, muss eine Menge Erde bewegt werden. Die Bundesanstalt wolle den Boden bis in eine Tiefe von 50 Zentimeter untersuchen, bevor erste Photovoltaik-Anlagen aufgestellt würden, so Günter Reinkober weiter.

Neben der Bodenuntersuchung stehen auch Umweltbelange auf der Prüfliste, wie der Bauamtschef weiter ausführt. Damit im nächsten Jahr gebaut werden kann, bleibt also noch viel zu tun. Und was hat der Schweriner von dem großen Solarpark? Wenn die Landeshauptstadt schon nicht mit Windenergie werben kann, könnte es in naher Zukunft Solarstrom sein, sagt Reinkober. Auch private Anleger können in Sonnenenergie investieren. Wo, das verrät die Solarkataster-Karte Schwerins.

 

 

 

 

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