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Zeitung für die Landeshauptstadt

19. November 2017 | 15:19 Uhr

Sport : Schwerin plant die Fußballplätze neu

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Verwaltung passt Entwicklungskonzept von 2010 an: Görries bleibt erhalten, zusätzliche Spielstätten für Lambrechtsgrund und Lankow

von
erstellt am 10.Jul.2017 | 20:30 Uhr

In den vergangenen sechs Jahren sind 14 zusätzliche Fußballmannschaften in der Landeshauptstadt in den Spielbetrieb eingestiegen. Hinzu kommen die fast 300 Freizeit-Kicker, die in neun Fußballabteilungen unterschiedlicher Sportvereine aktiv sind. Angesichts dieser „sehr positiven Entwicklung“, wie es Sportdezernent Andreas Ruhl gegenüber den Stadtvertretern ausdrückte, war es notwendig, das Fußball-Konzept von 2010 an die aktuellen Erfordernisse anzupassen. Und da gibt es durchaus einige Überraschungen: Die Sportanlagen in Görries sollen erhalten werden. Dadurch könnte auf den Neubau weiterer Plätze verzichtet werden. Dieser Vorschlag weicht von der bisherigen Konzeption ab und ist dem gestiegenen Bedarf geschuldet.

Der ursprünglich im Sportpark Lankow geplante zusätzliche Kunstrasenplatz soll nach neuen Planungen dagegen im Lambrechtsgrund gebaut werden. Das Stadion Lambrechtsgrund ist aktuell durch den Unterricht Fußball bereits überlastet. Ein Kunstrasenplatz hinter dem Sportinternat würde eine erhebliche Entlastung des Stadions und der allgemeinen Hallensituation bedeuten. Des Weiteren soll dieser Platz als Trainings- und Wettkampfstätte für den Mädchen- und Frauenfußball dienen.

Im Sportpark Lankow wird durch den Bau von zwei Gebäuden gerade die Infrastruktur verbessert. Das Funktionsgebäude des FC Mecklenburg Schwerin wird voraussichtlich noch in diesem Monat und das zweite Funktionsgebäude im November fertig werden. Letzteres errichtet die Stadt. Am Standort befinden sich derzeit drei Kunstrasenplätze und ein Naturrasenspielfeld. Ein weiterer Rasenplatz ist geplant.

Eine Schließung der beiden Sportplätze auf der Paulshöhe wird es erst geben, wenn der zusätzliche Lankower Platz bespielbar ist. Der Trainings- und Wettkampfbetrieb auf der Paulshöhe wird vom kommenden Jahr mit den Räumen im Flachbau im Eingangsbereich sichergestellt. Das dreigeschossige Funktionsgebäude soll zu diesem Zeitpunkt von allen Versorgungsleitungen getrennt werden, um Bewirtschaftungskosten zu sparen. Die Schließung und Veräußerung der Flächen war 2014 vom Beratenden Beauftragten des Innenministeriums als Maßnahme zum Schuldenabbau gefordert worden.

Wenn auf der Paulshöhe nicht mehr gekickt wird, soll der Sportplatz auf dem Großer Dreesch neben dem SVZ-Verlagshaus als dann einzig verbliebener Fußballplatz im Süden der Landeshauptstadt als Kunstrasenplatz aufgewertet werden. Dadurch wird der jetzt schon bestehenden Überbelastung des Platzes und des Zuzugs in den Stadtteilen Großer Dreesch, Neu Zippendorf und Mueßer Holz Rechnung getragen.

Der Sportplatz Krösnitz steht für Fußball bereits nicht mehr zur Verfügung. Entsprechend der von der Stadtvertretung beschlossenen Nachnutzungskonzeption wurden hier Sportvereine für Baseball und Motocross angesiedelt, die die Anlagen eigenverantwortlich bewirtschaften.

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