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23. Oktober 2017 | 19:16 Uhr

Aktenzeichen XY : Schwerin: Neues im Mordfall "Anja"

vom

Nach der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY ist bei der Polizei ein neuer Hinweis im 21 Jahre alten Mordfall "Anja" eingegangen. Noch während der Sendung hatte sich eine frühere gute Bekannte der 19-Jährigen gemeldet.

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erstellt am 13.Dez.2012 | 07:44 Uhr

Schwerin | Nach der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY ist bei der Polizei ein neuer Hinweis im 21 Jahre alten Mordfall "Anja" eingegangen. Noch während der Sendung hatte sich eine frühere gute Bekannte der 19-Jährigen gemeldet und "interessante Angaben zum Bekanntenkreis des Opfers gemacht". "Das sind Fakten, die der Polizei bisher nicht bekannt waren", so Kriminalhauptkommissar Jens Schmidt. Die Frau wird nun intensiv befragt. Dass die Bekannte sich erst jetzt gemeldet hat, liege daran, dass sie jahrelang nicht im Lande war. "Sie wusste auch nichts vom Schicksal Anja", so Jens Schmidt.

Anja Mundstock war am 12. Juli 1991 auf dem Weg von einer Freundin zur Diskothek in Crivitz verschwunden. Einen Tag später wurde sie von Spaziergängern vergewaltigt und ermordet am Schweriner See gefunden. Sie war in Crivitz noch einem hinter ihm gehenden Pärchen aufgefallen. Als die 19-Jährige um eine Straßenecke bog, war sie plötzlich verschwunden. "Es muss sich um einen Zeitraum von etwa einer Minute gehandelt haben", so Schmidt. Nachdem die Ermittlungen der Polizei trotz intensiver Bemühungen festgefahren waren, wandte sich die Kriminalpolizei nun über das ZDF an eine breite Öffentlichkeit. "Vielleicht hat ein vorbeifahrender Autofahrer gesehen, wie Anja in einen Wagen stieg, ohne dem Vorfall eine besondere Bedeutung beizumessen", sagt Jens Schmidt.

Die Polizei hofft nun auf neue Erkenntnisse. "Ergebnisse können wir noch nicht vorlegen", hieß es vom Polizeipräsidium Rostock. "Die Ermittlungen laufen aber wieder auf Hochtouren."

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