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Schweriner Schulen : Schwerin: Neue Grundschule soll 2017 stehen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadt reagiert mit Planungskonzept auf steigende Schülerzahlen und will insgesamt 30 zusätzliche Klassenräume bauen

von
erstellt am 26.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Der Druck ist groß und die Entschlossenheit auch: Mit der gestern dem Hauptausschuss vorgelegten Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung bis 2020 reagiert die Stadt auf die steigenden Schülerzahlen. Zwar hatte die Stadtvertretung vor wenigen Wochen durch einen Beschluss zur Aufstockung der Zahl der Schuleingangsklassen auf 27 den Start für das neue Schuljahr ermöglicht, doch diese Lösung schafft nur eine kleine Verschnaufpause.

„Wir wollen zwei neue Schulen bauen“, fasste Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow die Planungen zusammen: „Eine Grundschule im Norden der Innenstadt und eine Regionalschule im Westen. Und beide sollen dreizügig werden. Damit kann die Heineschule dann auch wieder auf Dreizügigkeit zurückgefahren werden.“ Der Zeitplan sei ambitioniert, doch machbar, sagte sie und rechnete vor: Wenn die politischen Gremien der Stadt und das Bildungsministerium zustimmen, könnte noch in diesem Jahr mit dem Bau der Grundschule begonnen werden. Zum Beginn des Schuljahres 2017 sollte sie bezugsfertig sein, die Regionalschule zwei Jahre später, zum Beginn des Schuljahres 2019/20.

Schuldezernent Andreas Ruhl stellte die Details vor: „Wir haben für die Grundschule fünf Standorte näher untersucht, darunter auch alte Schulen und Bürogebäude. Nach komplexer Betrachtung unter Aspekten wie Lage, Erreichbarkeit, Funktionalität, Hofraum und anderen favorisieren wir einen Schulneubau auf der freien WGS-Fläche in der Lagerstraße.“

Die neue dreizügige Regionalschule soll als Neubau an Stelle des alten DDR-Plattenbaus hinter dem Goethegymnasium entstehen und zugleich die dreizügige John-Brinckman-Grundschule aufnehmen. Deren altes Gebäude soll Hort werden.

Warum Abriss und Neubau statt Sanierung der Vorrang gegeben wird, sei eine Frage der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit, sagte Gramkow. „Wir haben das mit der Berufsschule Technik mehrfach durchgerechnet. Neubau ist wirtschaftlicher, zukunftsfähiger, funktionaler und behindertengerecht – was für die Inklusion wichtig ist.“ Mit dem Land sei bereits über Fördermöglichkeiten gesprochen worden. „Wir sind bei der Schulentwicklungsplanung in gutem Kontakt mit dem Bildungsministerium“, ergänzte Ruhl.

Zur Frage der Inklusion gibt die Schulplanung auch Antworten: Die Förderzentren seien gesichert. Die Stadt werde auch weiterhin Angebote für Kinder mit zusätzlichem Förderbedarf unterbreiten. Das Förderzentrum für Körperbehinderte sowie die Albert-Schweitzer-Schule werden zu Schulen mit spezifischen Kompetenzen. Die Förderschwerpunkte Lernen, emotionale und soziale Entwicklung sowie Sprache werden durch die Fusion der anderen beiden Förderschulen zum Kompetenzzentrum am Standort des Förderzentrums „Am Fernsehturm“ erhalten.

Dem neuen Schulgesetz des Landes entsprechend wird die Stadt Schuleinzugsbereiche festlegen. „Das Schulwahlrecht der Eltern bleibt davon unberührt“, versicherte Ruhl.

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