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Zeitung für die Landeshauptstadt

19. November 2017 | 13:35 Uhr

Müllprobleme : Schwerin müllt sich zu

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Diskutieren Sie mit: Illegale Entsorgung an Containerstellplätzen – Haben wir kein Ordnungsempfinden oder fehlen Alternativen?

von
erstellt am 21.Okt.2014 | 07:45 Uhr

Motorenaltöl von Dieselmotoren in vier Fässern einfach am Containerstellplatz in der Ludwigsluster Chaussee abgestellt, ein altes Radio und einen defekten Fernseher wie selbstverständlich am Stellplatz für Glas und den Grünen Punkt in der Max-Reichpietsch-Straße hingelegt, Büroabfälle, die skrupellos am Schelfmarkt in Containern beseitigt werden – das sind keine Einzelfälle. Eine Tour durch Schwerin zu den Stellplätzen mit den Containern des Dualen Systems Deutschland zeigt: Es ist Alltag. Schwerin müllt immer mehr zu. Und der Grund dafür sind wir Schweriner. Und natürlich auch „Mülltouristen“ aus dem Umland.

„Da regen sich Leute auf, dass die Behälter schmutzig sind, wir haben ja schon genug zu tun, um den Dreck weg zu räumen, doch darüber spricht man nicht“, sagt ein Mitarbeiter der SAS. Die Schweriner Abfallentsorgungs- und Straßenreinigungs-Gesellschaft kümmert sich für das Duale System (DSD) um die Entsorgung der Container. Und das ist – angesichts der alltäglichen Bilder der illegalen Entsorgung – alles andere als eine angenehme Aufgabe. Doch warum bringen die Müllsünder nicht einfach ihre Sachen dorthin, wohin sie gehören? „Die Annahmestellen sind angeblich zu weit weg oder man behauptete mir gegenüber auch schon, dass man nicht wisse, wo es so was gibt“, berichtet der Mitarbeiter. „An Frechheit ist das nicht zu überbieten.“

Ist die Reduzierung der Anzahl der Recyclinghöfe ein Grund? Wird illegal entsorgt, weil es nach der Vertragsauflösung mit dem Verein Planung und Technik nur noch zwei Annahmestellen gibt – in der Cottbuser Straße und am Ziegeleiweg?

Zur Erinnerung: Einmal im Jahr ist die Sperrmüll-Entsorgung in Schwerin kostenfrei. In einem Großteil Schwerins können Gelbe Säcke gefüllt und einfach zum Abholtermin vor die Tür gestellt werden. Papiertonnen stehen an jedem Haus. Ein Schadstoffmobil tourt regelmäßig durch die Stadt. Alles andere kann zum Recyclinghof. Reicht das nicht, um ordnungsgemäß alle Abfälle loszuwerden? Bei den Entsorgern heißt es schon: Zeig mir deinen Müll und ich sage dir, was du bist…

 

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