Schweriner Strassen : Schwerin: Laster zerfahren Carlshöhe

Tiefe Löcher im Kopfsteinpflaster:  Der Zustand der Straße Carlshöhe sei so schlimm, dass Autos ganz am Rand fahren müssten, um nicht aufzusetzen, berichten Anwohner.
Foto:
Tiefe Löcher im Kopfsteinpflaster: Der Zustand der Straße Carlshöhe sei so schlimm, dass Autos ganz am Rand fahren müssten, um nicht aufzusetzen, berichten Anwohner.

Anwohner sind besorgt, dass sie für Straßenschäden zahlen müssen, die sie nicht verursacht haben

von
22. März 2016, 05:00 Uhr

Die Einwohner von Carlshöhe sind sauer. Ihre Straße, die von der Straße nach Wickendorf in Richtung Gutshaus führt, ist völlig zerfahren. Jetzt fürchten sie, bei einer Sanierung zur Kasse gebeten zu werden.

„Die Kopfsteinpflasterstraße ist mal für Pferdefuhrwerke ausgelegt worden“, sagte ein SVZ-Leser am Heißen Draht. „Jetzt donnern da aber 40-Tonner drüber.“ Der Zustand sei inzwischen so schlimm, dass Personenwagen ganz am Rand fahren müssten, um nicht aufzusetzen. „Zur großen Scheune wird Getreide an und auch wieder abgefahren. Außerdem sind es 70 bis 80 große Laster, die Klärschlamm oder Gärreste auf das Feld bringen.“ Die 40-Tonner sollten eigentlich über das Feld zur Straße nach Wickendorf fahren. „Das ist aber gar nicht möglich. Da würden sie einsinken“, so der Leser. Stattdessen werde die Straße kaputt gefahren.

Carsten Bierstedt vom städtischen Verkehrsmanagement geht davon aus, dass „die Straße Carlshöhe bereits vollständig erstmalig hergestellt wurde, was aber noch abschließend geprüft werden muss“. Es würde im Falle einer Erneuerung also die Ausbaubeitragssatzung herangezogen werden. Weil es sich um eine Sackgasse handelt, „spricht viel dafür, dass die Straße Carlshöhe eine Anliegerstraße ist“. Die Folge: Die Anlieger müssen zahlen. „Die Funktion als Zufahrt zu landwirtschaftlichen Flächen ist untergeordnet, da der landwirtschaftliche Verkehr nur zu bestimmten Jahreszeiten oder zu bestimmten Anlässen stattfindet, wohingegen der Anliegerverkehr ganzjährig täglich stattfindet.“

Allerdings finde der Anliegerverkehr überwiegend mit Personenwagen statt, der landwirtschaftliche Verkehr aber mit schweren Fahrzeugen, „was im Falle des grundhaften Ausbaus zu einem aufwändigeren Aufbau der Straße führen würde“. Und dann kommt doch ein möglicher Lichtblick von Carsten Bierstedt für die Anwohner: Es müsse ermittelt werden, „wie diese Tatsache bei der Beitragsermittlung zu berücksichtigen wäre“. Ein Versprechen ist das nicht. „Das Ergebnis dieser Ermittlung kann ich nur gesondert und nach deren Abschluss mitteilen“.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen