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Wohnen in der Landeshauptstadt : Schwerin ist gefragt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zuzug in die Residenzstadt hält an - Baudezernent: für die nächsten fünf Jahre gibt es genügend freie Grundstücke

Zur Bundesgartenschau 2009 hatte die Stadt gemeinsam mit den großen Vermietern in einem eigenen Pavillon für das Leben und Wohnen in Schwerin geworben. Das war bitter notwendig, hatten doch Planer vorausgesagt, dass Schwerin im Jahr 2015 nur noch 85 000 Einwohner haben wird. Es sollte gegengesteuert werden, eben mit gezielter Werbung.

Inzwischen wirbt die Landeshauptstadt nur noch wenig für den Wohnstandort Schwerin. Im Urlaubskatalog, der 60 000-mal von der Stadtmarketing-Gesellschaft verteilt wurde, findet sich eine Extra-Seite und im Internet pflegen die Wirtschaftsförderer eine eigene Homepage. Denn die Nachfrage an Mietwohnungen und zu kaufenden Wohnungen ist immens, berichten Ulrike Auge und Birgit Gorniak. Das schlägt sich auch in der Einwohnerzahl nieder: Ende 2015 zählte Schwerin 2000 Einwohner mehr als 2014.

Die Wirtschaftsförderinnen beantworten schriftliche und telefonische Anfragen nach Einfamilien-Grundstücken, aber auch nach Mietwohnungen, vor allem auf dem Großen Dreesch. „Wir zeigen Interessenten auch schon mal bei Stadtrundgängen Schwerin“, berichtet Ulrike Auge lächelnd. Schließlich sei das Gesamtpaket mit Kultur, Freizeitangeboten, sozialer Infrastruktur, Jobangeboten und Wohnen das, was den Ausschlag für einen Umzug nach Schwerin gäbe.

„Wir können der Nachfrage in den nächsten fünf Jahren gut nachkommen“, sagt Baudezernent Bernd Nottebaum. In Friedrichsthal erschließe die LGE gerade 113 Grundstücke. Aus dem einstigen Internatskomplex in Lankow werden rund 130 Bauflächen. Perspektivisch gäbe es noch das Güterbahnhofsgelände und das Areal der Möbelwerke, die sich für Eigenheimgebiete anbieten. „Wir hatten zeitweise einen Engpass, aber den haben wir aufgelöst“, sagt Nottebaum.

Und während es zur Zeit der Buga 2009 vor allem Senioren waren, die sich für ihren Lebensabend für Schwerin interessierten, sind es jetzt zunehmend junge Familien, berichtet Birgit Gorniak. Kontakte mit ihnen gäbe es vor allem über das Internet.

Gänzlich auf Werbung will die Stadtverwaltung aber natürlich nicht verzichten. So war bei der deutschlandweiten Tour Schwerins durch die Einkaufszentren der ECE-Gruppe stets die Wohnstandort-Vermarktung mit dabei. Und gemeinsam mit der Stadtmarketing-Gesellschaft und der privaten Marketing-Initiative der Wirtschaft werde derzeit eine Standortkampagne entwickelt, berichtet Birgit Gorniak. Dabei gehe es gar nicht federführend um Tourismus, sondern um Wohnen in Schwerin, um Bildung, Facharbeitskräfte und damit auch – Stichwort Gesamtpaket – um Investoren. Für die Ideenfindung habe es bereits zwei Workshops gegeben. „Unser Ziel ist es, mit der Kampagne zum Ende des Jahres zu starten“, sagt Wirtschaftsförderin Birgit Gorniak.

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erstellt am 27.Jul.2016 | 20:30 Uhr

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