Kunst : Schwerin im Manga-Stil

Japanische Motive aus deutscher Hand: Jennifer „Nashi“ Heß zeichnet seit Kindertagen Manga-Motive und darf aktuell ihre Werke in der Landesbibliothek ausstellen.
Japanische Motive aus deutscher Hand: Jennifer „Nashi“ Heß zeichnet seit Kindertagen Manga-Motive und darf aktuell ihre Werke in der Landesbibliothek ausstellen.

Manga-Künstlerin Jennifer „Nashi“ Heß wuchs in Schwerin auf und zeichnet japanische Bildergeschichten

23-13214194_23-66107979_1416392498.JPG von
04. November 2015, 12:00 Uhr

Juni Sommer, ein 14-jähriges Mädel mit blonden Haaren und einem wunderschönen Kleid steht vor dem Schloss der Landeshauptstadt. Ihre Augen sind riesig, das Kinn trägt markante Züge. Juni Sommer ist die Hauptfigur aus Jennifer Heß’ Manga „Sometimes she’s the light“. Der Manga, frei übersetzt Bildergeschichte, einer Künstlerin, die in Schwerin aufgewachsen ist. Und Schwerin als Handlungsort für ihr Manga „Sometimes she’s the light“ gewählt hat.

„Mein Interesse am Zeichnen hat die Zeichentrickserie Heidi und ein Besuch auf einer Ausstellung geweckt. Dann hab ich einfach Stifte genommen und angefangen, zu zeichnen“, erklärt Jennifer Heß, Künstlername „Nashi“, ihre ersten kreativen Gehversuche. Ihre Eltern erkannten ihr Talent und förderten „Nashi“ mit dem Besuch einer privaten Kunstschule. Jeden Dienstag konnte die junge Zeichnerin ihrer Leidenschaft nachgehen und ihre Fähigkeiten verbessern.

Mit „Sometimes she’s the light“ zeigt die 28-Jährige ihre Verbundenheit zur Landeshauptstadt: Normalerweise spielen Mangas im Ursprungsland Japan oder futuristischen Welten. Anders bei „Nashi“ – hier dienen das Schloss, der Markt und derSchweriner Dom als Handlungsschauplatz für die farbigen Bildergeschichten. Der Mut zu Neuem wird laut Heß belohnt: „Leser haben mir erzält, dass sie extra wegen meinem Manga nach Schwerin gekommen sind, um sich die Sehenswürdigkeiten vor Ort anzusehen.“

Der Kontakt mit Fans ist für Heß die wichtigste Aufgabe neben dem Zeichnen. Rund 120 000 Facebook-Nutzer folgen der Künstlerin, die fast täglich neue Zeichnungen auf der Internetplattform hochlädt. „Positive Rückmeldungen auf Facebook oder anderen Plattformen geben mir Bestätigung und helfen mir, neue Ideen für meine Zeichnungen zu finden“, erzählt die Künstlerin.

Doch auch neben den sozialen Netzwerken gibt es Aufmerksamkeit für „Nashi“: Seit Mitte Oktober stehen ihre Zeichnungen in der Landesbibliothek. Bis 30. November kann die japanische Manga-Kunst mit Schweriner Einfluss noch begutachtet werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen