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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. November 2017 | 05:50 Uhr

Baugebiete : Schwerin hat Platz für Eigenheime

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Landeshauptstadt kann wachsen: Zahlreiche Baugebiete in unterschiedlichen Entwicklungsphasen bieten Raum für 2000 Wohnungen

von
erstellt am 14.Jan.2015 | 12:00 Uhr

Jahrelang stand Schwerin in massiver Kritik, keine Grundstücke für Bauwillige zu haben, weshalb viele ins Umland ausweichen mussten. Das hat sich grundlegend geändert: Derzeit stehen in der Landeshauptstadt 20 verschiedene Gebiete für den Wohnungsbau zur Verfügung. „Wir haben genug Angebote sowohl im Segment Eigentumswohnungsbau als auch für Eigenheimstandorte. Insgesamt weist die verbindliche Bauleitplanung 1240 Wohneinheiten aus“, berichtet Baudezernent Bernd Nottebaum. Hinzu kommen fünf weitere Standorte der vorbereitenden Bauleitplanung mit einer Kapazität von 900 Wohneinheiten, die bei Bedarf zeitnah entwickelt werden könnten.

Besonders groß sei die Nachfrage nach Bauen in Wassernähe. Und da wiederum stehen zwei Standorte ganz hoch in der Gunst der Bauwilligen: Der Ziegelinnensee mit den Quartieren Alte Brauerei, Hafenquartier und Nordufer sowie die Waisengärten am Schweriner See mit mehreren Bauabschnitten. Auch dort stehen schon die ersten Mehrfamilienhäuser. „Wir haben bereits 15 weitere Baugenehmigungen für die Waisengärten erteilt. Dort wird es spätestens ab Frühjahr hoch hergehen“, so Nottebaum. Die große Nachfrage nach hochwertigem Wohnraum lässt sich sehr deutlich im Hafenquartier ablesen. Die erste Reihe ist geschlossen, die zweite größtenteils und jetzt wird bereits in der dritten gebaut.

„Auch die Nachfrage nach Standorten für Einfamilienhäuser ist ungebrochen hoch“, bestätigt der Baudezernent. Die Erschließung des Gebietes am Sodemannschen Teich in Lankow sei abgeschlossen, die Grundstücke bereits fast alle verkauft. „Spannend ist, dass selbst strenge Vorgaben die Bauwilligen nicht schrecken“, sagt Nottebaum. Für das ehemalige Lankower Internatsgelände, wo das Baugebiet „Neues Wohnen am Lankower See“ entsteht, haben die Stadtplaner kubische Bauformen vorgeschrieben. Das störe die Bauwilligen wenig, hätten die interessierten Investoren bereits herausgefunden, erzählt der Dezernent.

Eine Besonderheit falle indes bei der Betrachtung des Marktes auf, sagt Nottebaum: Einzig für den Standort im Mueßer Holz, das Areal des ehemaligen Buga-Parkplatzes, liege kein Interesse von Investoren vor. „Das Baugebiet wird sich nur über extrem günstige Preise verkaufen lassen. Dafür müssen möglicherweise sogar Fördermittel eingesetzt werden“, mutmaßt der Experte.

Und selbst wenn die Nachfrage nach Flächen für den Wohnungsbau extrem schnell steigen würde, habe die Stadt noch weitere geeignete Gebiete in der Hinterhand, sagt Nottebaum. Der Flächennutzungsplan der Stadt weise entsprechende Areale auch in Wickendorf West und Warnitz Nord aus.

 

 

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