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Zeitung für die Landeshauptstadt

17. Dezember 2017 | 11:07 Uhr

Sport : Schwerin hängt Hansestädte ab

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In einer Studie zur Bewegungsfreundlichkeit deutscher Städte landet die Landeshauptstadt auf Platz 14 – vor Rostock und Hamburg

von
erstellt am 20.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Joggen, Nordic Walking oder einfach nur spazieren gehen: Bewegung tut gut und ist wichtig für die Gesundheit und das Wohlbefinden. Die Deutsche Sporthochschule Köln hat nun im Auftrag von Bild am Sonntag und der Barmer GEK die Bewegungsfreundlichkeit deutscher Großstädte erforscht. Untersucht wurden 28 deutsche Städte in Hinblick darauf, wie leicht sie es ihren Bürgern machen, aktiv zu leben und sich ausreichend zu bewegen. Schwerin hat bei dieser Studie den 14. Platz belegt und schneidet besser ab als die Hansestädte Rostock und Hamburg – die schaffen es nur auf Platz 17 und 22.

„Die Fragestellung lautete: Wo werden Bewegung und ein aktiver Lebensstil durch das Wohnumfeld unterstützt?“, erläutert Barmer GEK-Regionalgeschäftsführerin Simone Borchardt. Pro Stadt wurden 100 Personen ab 18 Jahren befragt, wie gut sie den Zustand von Geh- und Radwegen empfinden, ob es Supermärkte und Geschäfte in ihrer Nähe gibt, zu denen sie zu Fuß gehen können. „Solche Kriterien mögen ungewöhnlich erscheinen, aber nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen haben sie einen erheblichen Einfluss auf das Bewegungsverhalten und damit auf unsere Gesundheit“, führt Borchert aus.

In Schwerin könne ihrer Meinung nach mehr getan werden: „Schon bei der Stadtentwicklung sollte darauf geachtet werden.“ Es werde immer zu viel Wert auf die Autos gelegt. „Es reichen ja schon Kleinigkeiten: Beleuchtete Geh- und Radwege – das ist in Schwerin nicht überall der Fall“, so Borchert. Auch mehr Spielstraßen, abschließbare Fahrradboxen an Straßenbahn- und Bushaltestellen sowie Park-and-Ride-Plätze würden in der Landeshauptstadt fehlen. „Wir alle sollen rund 10   000 Schritte täglich gehen – und alles, was dazu beiträgt, hilft“, erklärt Borchert. Und das Argument, dass die Stadt kein Geld zur Verfügung hätte, gelte hier nicht. Denn: „Nicht alles kostet Geld. Man kann auch einmal die Woche einen Lauftreff oder ähnliches für Schweriner am Pfaffenteich einrichten – zusammen macht man doch lieber Sport oder geht spazieren als allein“, schlägt die Regionalgeschäftsführerin vor. Man müsse eben einen Anfang machen. Anpacken statt reden. „Ich schlage einfach einen runden Tisch vor, an dem verschiedene Gruppen – Lehrer, Eltern, Rentner, Stadtvertreter, Unternehmer und Krankenkassen – teilnehmen und einfach mal Ideen zusammentragen.“ Dann lasse sich gemeinsam sicher eine Menge bewegen. „Wir brauchen alle ausreichend Bewegung um Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck vorzubeugen – angefangen bei unseren Kindern“, so Borchert.

Auf dem ersten Platz der Studie landete übrigens Karlsruhe, gefolgt von München und Hannover.

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