Flüchtlinge in Schwerin : Schwerin: Deutsch im Alltag

Menschen vieler Nationalitäten an einem Tisch: Helga Noack (r.) gibt den Sprachunterricht für Zuwanderer im Haus der Begegnung in der Perleberger Straße.
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Menschen vieler Nationalitäten an einem Tisch: Helga Noack (r.) gibt den Sprachunterricht für Zuwanderer im Haus der Begegnung in der Perleberger Straße.

Sprachkurs beim Kinderschutzbund hilft Zuwanderern, sich in ihrer neuen Heimat zurechtzufinden

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17. März 2016, 05:00 Uhr

Pascha aus Teheran strahlt. „Ich kann mich auf Deutsch unterhalten. Das finde ich toll“, sagt der 27-jährige Elektro-Ingenieur im schwarzen „Star-Wars“-Shirt. Vier Monate ist Pascha jetzt in Deutschland, ließ seine Heimat Iran hinter sich. Dass der junge Mann die deutsche Sprache schon so gut beherrscht, verdankt er unter anderem Helga Noack.

Einmal in der Woche, immer donnerstags, unterrichtet die pensionierte Lehrerin für Sonderpädagogik beim Kinderschutzbund im Haus der Begegnung eine Gruppe von Zuwanderern. Neben Pascha sitzen unter anderem auch Ammar aus Syrien, Vruyr aus Armenien und Haifaa aus dem Irak mit am Tisch. „Viele deutsche Vokabeln haben wir schon gelernt. Nun ist die Grammatik an der Reihe“, erklärt Noack.

Seit Oktober vergangenen Jahres gibt es den Sprachkurs mit mittlerweile rund 20 Teilnehmern. „Entstanden ist der Lehrgang aus einer Frühstücksrunde, die sich am Montag bei uns in der Perleberger Straße trifft“, sagt Bärbel Schirrmacher vom Kinderschutzbund. Durch Mundpropaganda sei der Kurs schnell gewachsen. Den Zuwanderern bei der Alltagskommunikation zu helfen, stehe beim Unterricht im Vordergrund. „Wir freuen uns, dass Frau Noack dieses Projekt ehrenamtlich betreut“, so Schirrmacher.

Hilfe bekommen Flüchtlinge beim Kinderschutzbund ebenfalls, wenn sie Anträge ausfüllen müssen oder Behördengänge zu erledigen haben. Pascha, der auch noch einen regulären Sprachkurs besucht, freut sich sehr über diese Unterstützung. „Schwerin ist eine schöne Stadt. Das Schloss, der Dom und das Museum gefallen mir“, sagt der Iraner. Und es gäbe viele nette Menschen in der Stadt.

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