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Service für Elektromobile : Schwerin bekommt Stromtankstelle am Beutel

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Die Landeshauptstadt will mehr Elektrofahrzeuge auf ihren Straßen. Dafür plant Schwerin eine weitere Stromtankstelle auf dem neuen Parkplatz am Stadthafen in der Werderstraße, wie OB Angelika Gramkow mitteilt.

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erstellt am 11.Okt.2012 | 07:44 Uhr

Schwerin | Die Landeshauptstadt will mehr Elektrofahrzeuge auf ihren Straßen. Dafür plant Schwerin eine weitere Stromtankstelle auf dem neuen Parkplatz am Stadthafen in der Werderstraße, wie Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow mitteilt. An zehn Zapfsäulen können neben Wohnmobilen auch Elektroautos, strombetriebene Fahrräder und andere Mobile Energie tanken.

Schon heute stehen zwei Stromzapfsäulen auf dem Großparkplatz am Bürgermeister-Bade-Platz bereit, die allerdings hauptsächlich für Wohnmobile ausgerüstet sind. Sie sind mit den dafür standardisierten CEE-Steckbuchsen versehen. So genannte Schuko-Steckdosen sollen nachgerüstet werden. Der Preis für zwei Kilowattstunden beträgt zurzeit einen Euro und wird über eine Parkkarte abgerechnet. Allerdings sind die Ladezeiten relativ lang, da die bestehende und die geplante Stromtankstelle über Wechselstromladung erfolgen. "Der Aufbau von Gleichstromladestationen mit hohen Ladeleistungen ist aktuell noch nicht vorgesehen, da die Investitionskosten relativ hoch sind", teilt Matthias Dankert von der Beteiligungsverwaltung Schwerin mit. Das liege daran, dass "die Standardisierung der Ladeanschlüsse nicht abgeschlossen ist und die Marktentwicklung gegenwärtig noch nicht abgeschätzt werden kann".

Es gibt auch Zweifel, ob solche Investitionen sinnvoll sind und sich Elektroautos auf deutschen Straßen langfristig durchsetzen. "Im vergangenen Jahr sind in Deutschland 2200 Elektroautos angemeldet worden", gibt Stadtvertreter Martin Frank (Linke) zu Bedenken. "Selbst wenn die alle in Schwerin tanken kommen, haben sich die Kosten für die Zapfsäulen nicht amortisiert."

Die Verwaltung hatte mit Hilfe der Stadtwerke und des Nahverkehrs geprüft, an welchen Standorten in der Innenstadt Stromtankstellen aufgestellt werden könnten. Die Anregung war von der CDU/FDP-Fraktion gekommen. "Schwerin ist in Sachen Stromtankstellen ein weißer Fleck auf der Landkarte", sagt Fraktionschef Sebastian Ehlers. Es sei Aufgabe der Stadtwerke als hiesiger gut aufgestellter Energieversorger, den Umweltschutz in Schwerin auf diese Weise voranzubringen. Dass Elektroautos inzwischen auch auf Schweriner Straßen unterwegs sind, beweist SPD-Stadtvertreter André Harder: "Ich habe selbst ein Elektroauto", berichtete der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses in der Stadtvertretung.

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