Mittelalterliches Spektakel : Schwerin begrüßt Martensmann

Menschenmenge: Stadtpräsident Stephan Nolte begrüßte den Martensmann, der auch in diesem Jahr von Stefan Pagel dargestellt wurde.
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Menschenmenge: Stadtpräsident Stephan Nolte begrüßte den Martensmann, der auch in diesem Jahr von Stefan Pagel dargestellt wurde.

Hunderte Landeshauptstädter erwarteten den Gesandten aus Lübeck sehnsüchtig auf dem Marktplatz

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09. November 2015, 12:00 Uhr

Eisenbeschlagene Kutschräder schallten durch die Gassen der Altstadt und kündigten ihn an. Bei strahlendem Sonnenschein wurde er bereits von hunderten Schwerinern erwartet. Und der Gesandte aus der Hansestadt Lübeck enttäuschte seine Anhänger nicht. Pünktlich um 14 Uhr tauchte gestern die Kutsche mit dem Martensmann inmitten von Knappen, Edelleuten, Mägden, Ritter, Gauklern und Tänzern auf dem Markt auf – im Gepäck: natürlich das obligatorische Fass Rotspon.

Der Stadtpräsident Stephan Nolte begrüßte den Martensmann, der in diesem Jahr zum zweiten Mal von Stefan Pagel dargestellt wurde: „Ich freue mich Sie auch in diesem Jahr wieder wohlauf und gesund zu sehen.“

Wie es die Tradition verlangt, versicherte der Martensmann, dass der Rotwein nicht aus irgendeiner Schuldigkeit ausgeschenkt werde, sondern aus nachbarlicher Freundschaft. Dabei zeigte sich Stefan Pagel sehr angetan von der Landeshauptstadt, den Schwerinern und der Atmosphäre auf dem Marktplatz. „Ich finde es wichtig, dass wir diese Tradition fortführen – dass sie nicht in Vergessenheit gerät“, so der Martensmann. Das Schönste für ihn sei, wenn sich die Kleinsten freuen. „Im vergangenen Jahr spielte ich zum ersten Mal diese Rolle in Schwerin. Kinder kamen auf mich zu. Umarmten mich. Sie hatten Angst, dass kein Martensmann komme – mein Vorgänger fiel ja aus“, erinnert sich Stefan Pagel. Und noch etwas findet er an unserer Stadt toll: „Die alten Bauten. Welche Stadt kann damit schon noch glänzen – außer Lübeck natürlich“, sagte er mit einem breiten Lächeln.

Schließlich ging es an die Verkostung: Der Rotspon wurde an die Wartenden auf dem Markt ausgeschenkt.

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