Sparmaßnahmen: SDS reduzieren Zahl der Mülleimer : Schwerin baut 60 Papierkörbe ab

An touristischen Anziehungspunkten, wie hier am Schloss, quollen die Mülleimer  zu  Pfingsten über. Wird deren Zahl auch in der Altstadt reduziert, droht der Notstand. kawi
1 von 2
An touristischen Anziehungspunkten, wie hier am Schloss, quollen die Mülleimer zu Pfingsten über. Wird deren Zahl auch in der Altstadt reduziert, droht der Notstand. kawi

Der Müllnotstand wird wohl nicht gleich ausgerufen werden müssen, doch Bilder von überquellenden Mülleimern wird es künftig mehr in Schwerin geben: Als Folge der Sparmaßnahmen wird die Zahl der Papierkörbe reduziert.

von
20. Mai 2013, 05:28 Uhr

Schwerin | Der Müllnotstand wird wohl noch nicht gleich ausgerufen werden müssen, doch Bilder von überquellenden Mülleimern, wie auf diesem Foto, wird es künftig mehr in Schwerin geben: Als Folge der Sparmaßnahmen wird die Zahl der Papierkörbe im Stadtgebiet um 60 reduziert. "Wir sind derzeit dabei, zu prüfen, an welchen Stellen die Sammelbehälter abgebaut werden sollen", bestätigt Ilka Wilczek, Werkleiterin der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS). "An die Besucherschwerpunkte der Stadt wollen wir aber nicht rangehen", betont sie. Um die Auswirkungen auf die öffentliche Sauberkeit so gering wie möglich zu halten, würden Kriterien wie Tourismuszentren, Laufkundschaft und mögliche Alternativen bei der Entscheidung berücksichtigt. "Wenn jetzt nach Pfingsten Papierkörbe auch an sensiblen Orten abgenommen werden, bedeutet das aber nicht gleich, dass sie wegkommen. Wir müssen alle Behälter regelmäßig einer Grundreinigung unterziehen", erläutert die SDS-Werkleiterin.

Probleme kommen auf die Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen aber nicht nur wegen des Sparpakets der Landeshauptstadt zu. Von den insgesamt 298 Papierkörben im Stadtgebiet waren einige im Vorfeld der Buga zusätzlich aufgestellt worden, andere kamen über das Programm "Soziale Stadt" hinzu. Sie alle müssen regelmäßig entleert und sauber gehalten werden. Doch die Fördermöglichkeiten haben sich geändert, einige sind ausgelaufen andere wurden gestrichen. Das könne kaum kompensiert werden, sagt Wilczek. Nach dem Wegfall des Kommunal-Kombi beispielsweise könne die Zukunftswerkstatt nicht mehr für Grünflächenpflege bezahlt werden und der Einsatz von Ein-Euro-Jobbern könne das nicht kompensieren, wie das Beispiel der Schwimmenden Wiese zeige. Auch für das Papiersammeln, was bislang über den Verein Planung und Technik mit Ein-Euro-Jobbern geleistet wurde, müsse nach einer neuen Lösung gesucht werden. "Wir sind optimistisch, diese zu finden", sagt Wilczek.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen