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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 23:23 Uhr

Sensationsfund : Schwerin älter als gedacht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Archäologen stoßen bei Ausgrabung im Innenhof des Schlosses auf Slawenburgwall aus dem 10. Jahrhundert

von
erstellt am 07.Okt.2014 | 08:00 Uhr

Dieser Fund verrückt die Schweriner Geschichte: Archäologen haben im Schlossinnenhof einen intakten Burgwall der Slawen aus dem Jahr 965 freigelegt. Das ist die älteste bekannte Quelle aus der Geschichte der Landeshauptstadt. Bislang hatten die Zeugnisse „nur“ bis ins Jahr 1018 zurück gereicht, wie Archäologin Marlies Konze vom Landesamt für Kultur und Denkmalpflege berichtet.

„Wir reden hier von ganz neuen Dimensionen“, sagt der Direktor des Landtages Armin Tebben und meint sowohl die finanziellen, historischen als auch bauorganisatorischen Auswirkungen des Sensationsfundes. Die Kosten für Ausgrabung, Sicherstellung und wissenschaftlichen Aufarbeitung werden sich voraussichtlich verzehnfachen. Sie waren bislang auf etwa 100 000 Euro avisiert. Archäologen, Historiker, Museumsmitarbeiter und der Landtag selbst arbeiten bereits daran, wie der Fund der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. Im Zusammenhang mit der Bewerbung als Weltkulturerbe müssten die Geschichten unbedingt erzählt werden, so Tebben. Durch die Ausgrabung verzögert sich die Fertigstellung des Versorgungstunnels im Schlossinnenhof voraussichtlich um mehrere Monate bis in den Sommer 2015.

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