Schwerins Junge Handwerker : Schweißer lassen Funken sprühen

Handwerkliches Geschick und Konzentration brauchen die jungen Männer beim Landeswettbewerb „Jugend schweißt“ in der Disziplin Gasschweißen.
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Handwerkliches Geschick und Konzentration brauchen die jungen Männer beim Landeswettbewerb „Jugend schweißt“ in der Disziplin Gasschweißen.

Im Bildungs- und Technologiezentrum der Schweriner Handwerkskammer findet der zehnte Landeswettbewerb „Jugend schweißt“ statt

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23. Mai 2017, 21:00 Uhr

Im Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer sprühen die Funken. Es riecht nach Metall. Es ist laut, überall sind Schweißgeräusche zu hören, es wird gehämmert. Ein Blick in die Werkstätten zeigt: Die Jugendlichen sind hochkonzentriert bei der Arbeit, können die Geräuschkulisse ausblenden, lassen sich durch nichts stören.

In Schwerin schweißen 25 Lehrlinge im Alter von 16 bis 23 Jahren um die Wette. Zum zehnten Mal findet der Landeswettbewerb „Jugend schweißt“ statt, veranstaltet vom Deutschen Verband für Schweißen und verwandte Verfahren, kurz DVS. Die Teilnehmer kommen aus den vier Bezirksverbänden Neubrandenburg, Rostock, Schwerin und Vorpommern, wo sie sich bei einer Sichtung für den Wettstreit auf Landesebene qualifiziert haben, der alle zwei Jahre ausgetragen wird.

Dabei treten die jungen Männer in vier Kategorien an: Lichtbogenhandschweißen, Gasschweißen, Metall-Schutzgas-Schweißen und Wolfram-Schutzgas-Schweißen. Handfertigkeit und Konzentration sind gefragt. Am Ende muss jeder Teilnehmer drei, in unterschiedlichen Schweißpositionen und Schwierigkeitsstufen gefertigte Werkstücke vorweisen, die dann von einer Prüfungskommission bewertet werden. Zeitvorgabe: 120 bis 135 Minuten.

„Wir testen außerdem das theoretische Wissen der Lehrlinge“, erzählt Dr. Wilfried Koch, Vorsitzender der Jury und des Prüfungszertifizierungsausschusses MV. „20 Fragen zum jeweiligen Schweiß-Prozess müssen schriftlich beantwortet werden.“ Dabei gehe es um die Arbeitssicherheit sowie die Geräte- und Arbeitstechniken, so Koch.

In der Werkstatt der Lichtbogenhandschweißer ist es laut, denn es wird fleißig gehämmert. „Die Jugendlichen, Lehrlinge aus dem Metallbau, entfernen die Schlacke, die beim Schweißen entsteht“, erklärt Klaus Waldschmidt, Lehrschweißer bei der Schweriner Handwerkskammer. Er markiert die drei Schweißlagen: Wurzel-, Zwischen- und Decklage. „Nach jeder Lage muss das Metall gekühlt werden.“ Während die Gasschweißer aus dem Berufszweig Gas-Wasser-Installateur für alle sichtbar die Funken sprühen lassen, verschwinden die Teilnehmer der anderen Disziplinen hinter Schutzvorhängen. Ein vorsichtiger Blick zeigt einen Lehrling, wie er mit einer eine Elektrode Metall verschweißt.

Am Ende des langen Prüfungstages bekommen die drei Besten aus jeder Kategorie Sachpreise. Zudem qualifizieren sich die Lehrlinge mit mehr als 70 von maximal 100 Punkten für den Bundeswettbewerb in Düsseldorf.

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