Hauptbahnhof Schwerin : Schwarzschimmel auf dem WC

Seit März steht dieses Schild vor der Bahnhofstoilette.
Seit März steht dieses Schild vor der Bahnhofstoilette.

Pilz sorgte für Unterbrechung der Toilettensanierung, aber ab November soll Anlage im Hauptbahnhof wieder eröffnet werden.

svz.de von
29. September 2017, 21:00 Uhr

Schwarzschimmel. Das ist der Grund für die langen Bauarbeiten auf der Toilette im Schweriner Hauptbahnhof. Bereits am 20. März wurde mit den Abbrucharbeiten auf dem stillen Örtchen begonnen, doch seitdem tut sich dort wenig.

„Während der Abrissarbeiten haben wir bei der vorhandenen Bausubstanz Schwarzschimmel entdeckt“, erklärt Burkhard Strunk. „Es musste aus Gründen der Sicherheit für unsere Mitarbeiter und Menschen im Umfeld der Baustelle ein Baustopp eingelegt werden, um dem Schwarzschimmelbefall auf den Grund zu gehen“, so der Serviceleiter der Firma Hering Sanikonzept, die die WC-Anlage betreibt.

Laut den Vorschriften bei Pilzbefall musste ein Baugutachter beauftragt werden, danach wurden die betroffenen Räume getrocknet. „Danach haben wir bauliche Maßnahmen getroffen, damit sich der Schwarzschimmel nicht noch weiter ausbreitet und zurückgeht“, so Strunk. Damit seien die Arbeiter mittlerweile fertig und es könne mit den ursprünglich geplanten Umbauarbeiten weitergehen. „Leider dauert solch ein Prozess oft länger als einem Bauleiter lieb ist.“

Doch warum wird überhaupt seit März auf dem stillen Örtchen gewerkelt und gehämmert? „Der Hauptbahnhof erhält neue Toilettenanlagen, die mit selbst reinigender Technik ausgestattet sind und den heutigen Kundenbedürfnissen gerecht werden“, erklärt der Serviceleiter. Er hoffe, dass die WC-Anlage im November wieder genutzt werden kann. „Das ist auch in unserem Interesse, da wir als Errichter und Mieter gerne die gesamte Mietvertragslaufzeit nutzen würden“, sagt Strunk mit Blick auf die Einnahmeverluste.

Nicht nur der Betreiber würde sich über eine baldige Wiedereröffnung der Toiletten freuen, auch Touristen und Schweriner haben keine Lust, die Ausweichklos zu nutzen. Kaputte Toilettenbrillen, beschmierte Wände, unerträglicher Gestank und kein Waschbecken für Rollstuhlfahrer. „Bedingt durch Vandalismus und mutwillige Verunreinigungen müssen die Toiletten sehr oft repariert und Sonderreinigungen unterzogen werden“, so Strunk. Er hoffe, dass die Reisenden weiterhin Geduld haben. „Wir tun gemeinsam mit der Deutschen Bahn alles, um schnell voran zukommen.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen