Schwerin : Schwarz gekleideter Block marschierte

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20. September 2015, 21:00 Uhr

Etwa 450 Unterstützer der Initiative „Deutschland wehrt sich“ hatten sich am Sonnabendnachmittag auf dem Grunthalplatz versammelt. Unter dem Motto „Gegen die ungezügelte Asylpolitik in Deutschland“ zogen sie dann lautstark Richtung Markt. Einige Schweriner, die ebenfalls auf den Grunthalplatz zu der Demonstration gekommen waren, schlossen sich dem schwarz gekleideten Block, der lautstark ausländerfeindliche Parolen skandierte und eingeübte Gesänge anstimmte, aber dann doch nicht an.

Der paramilitärisch anmutende Aufmarsch mit NPD-Funktionären wie Udo Pastörs sorgte bei Anwohnern der Straßen, durch die er führte, für Entsetzen. „Wenn jetzt noch jemand sagt, das seien keine Nazis, der lügt“, sagte ein Bewohner der Friedrichstraße. Auch Touristen, die am Südufer des Pfaffenteichs den Aufmarsch vorbeiziehen lassen mussten, wandten sich entsetzt ab. In so eine Stadt kämen sie nie wieder, war gleich mehrfach zu hören.

Da sich der Zug verspätet hatte, wurde auf die geplante Kundgebung auf dem Markt verzichtet und die Bühne ungenutzt abgebaut. Dafür gab es eine Kundgebung vor der Staatskanzlei. Der Rückweg zum Bahnhof musste wegen einer Blockade in der Mecklenburgstraße geändert werden. Die Polizei stellte gegen zwei Demonstranten Anzeigen wegen Straftaten.

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