Stadionbrücke : Schutzmaßnahmen für Sprengung

Das Haus von Gregor Hobohm liegt direkt an der Stadionbrücke und wird deshalb besonders geschützt.
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Das Haus von Gregor Hobohm liegt direkt an der Stadionbrücke und wird deshalb besonders geschützt.

Schutzgerüst, Wachleute und Evakuierungen: Anwohner, Seniorenheim und Tankstelle bereiten sich auf Explosion der Stadionbrücke vor

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25. November 2014, 21:00 Uhr

Die Vorbereitungen zur Brückensprengung am Freitag laufen auf Hochtouren: Besonders das Haus von Gregor Hobohm wird gesichert, denn es liegt direkt an der Stadionbrücke. „Kein anderer wohnt so dicht an der Brücke wie wir“, betont der gelernte Schlosser. Vorsorglich wurden zwei Schutzgerüste um das Grundstück gezogen, die zusätzlich mit Kies und Sandsäcken gesichert sind. Kurz vor der Sprengung wird dann auch noch ein Vlies am Gerüst als Splitterschutz heruntergelassen. Hobohm hat jedoch keine Angst um sein Hab und Gut: „Ich finde die Schutzmauer gut. Nicht nur wegen der Sprengung, sondern auch als Lärmschutz zur Straße. Schade, dass sie nach der Sprengung entfernt wird.“

Hobohm habe sogar extra seine Schicht getauscht, weil er von der Stadt informiert wurde, dass er das Haus bis 8 Uhr verlassen haben müsse. „Das ist aber nicht schlimm. Jetzt habe ich eben eine andere Schicht. Ich bin sowieso den ganzen Tag auf Arbeit und wenn ich abends wiederkomme, ist die Brücke bereits weg“, erklärt er. Angst habe er nicht. Die Stadt, die Bauunternehmer und der Sprengmeister wüssten genau, was sie tun, betont er.

Alle Anwohner in einem Radius von 200 Meter um die Brücke müssen Freitagmorgen ihre Häuser verlassen (SVZ berichtete). So wie Hobohm ist auch Eckard Östereich nicht beunruhigt: „Wie wurden gut informiert. Es gab zwei Schreiben mit Informationen und Erläuterungen zur Sprengung. Und auch eine Einwohnerversammlung“, bestätigt er.

Auch das Vitanas Senioren Centrum „Am Schlossgarten“ ist gut gerüstet. „Am Eingang und an der Auffahrt werden Freitagmorgen Wachleute postiert. Die Senioren dürfen dann das Gebäude aus Sicherheitsgründen nicht verlassen“, erklärt Mitarbeiterin Yvonne Hermann. Zum Glück sei das Altenheim nicht in der Evakuierungszone, dann wäre es sicher noch aufregender für die Bewohner und Mitarbeiter. „Alle Anwohner und auch die Angehörigen wurden informiert. Die Demenzkranken erinnern wir gezielt am Tag der Brückensprengung noch einmal“, so Hermann. Weitere Maßnahmen seien bisher nicht geplant. Eventuell würden sich noch Änderungen am Freitag ergeben. So müsse vielleicht bei einigen Bewohnern die Hörgeräte für den Knall entfernt werden.

Die Tankstelle am Püsserkrug müsse sich nicht speziell vorbereiten, schildert die Angestellte Monika Filohn: „Hier waren immer wieder Fachleute, die uns versicherten, dass nichts passieren kann. Wir müssen nicht evakuiert werden und auch für unsere Benzin- und Dieseltanks sind keine Schutzmaßnahmen erforderlich.“

In einem Umkreis von 300 Metern wird die Polizei den Ort des Geschehens am Freitag von 8 Uhr an abriegeln. Die Tankstelle ist dann bis 10 Uhr gesperrt. Danach kann sie bis zum Ende der Sperrung am Montagfrüh vom Püsserkrug aus erreicht werden.



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