Schulen in Schwerin : Schulverein: Stiftung muss bleiben

Die weiterführende Niels-Stensen-Schule in der Feldstadt: Zusammen mit dem Grundschulteil besuchen derzeit rund 750 Mädchen und Jungen die Bildungseinrichtung.
Die weiterführende Niels-Stensen-Schule in der Feldstadt: Zusammen mit dem Grundschulteil besuchen derzeit rund 750 Mädchen und Jungen die Bildungseinrichtung.

Eltern möchten Träger der Niels-Stensen-Schule behalten und sammeln Unterschriften, die dem Erzbischof übergeben werden sollen

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06. Februar 2018, 05:00 Uhr

Nun macht auch der Schulverein der Niels-Stensen-Schule noch einmal Druck: Mit einer Unterschriftensammlung fordert er den „Erhalt aller katholischen Schulen in Mecklenburg in Trägerschaft der Bernostiftung“. Einstimmig habe eine außerordentliche Mitgliederversammlung den Beschluss gefasst, mit der Aktion sofort zu beginnen, sagt der Schulvereinsvorsitzende, Dr. Georg Diederich.

Mehr als 200 Eltern und Lehrer waren der Einladung zur Mitgliederversammlung gefolgt – alarmiert durch durch die angekündigte Schließung von acht katholischen Schulen in Hamburg und die Kürzung des Zuschusses vom Erzbistum an die Bernostiftung. Auf 500 000 Euro muss die Stiftung in diesem Jahr verzichten (SVZ berichtete). Es sei zu befürchten, „dass die im Land als Schulträger hoch anerkannte Bernostiftung ins finanzielle Aus gebracht werden soll“, erklärt Diederich.

Die Bernostiftung ist nicht nur Träger der Niels-Stensen-Schule in der Schweriner Feldstadt mit rund 750 Schülern, sondern auch der Edith-Stein-Schule in Ludwigslust und der Don-Bosco-Schule in Rostock sowie der Johannes-Prassek-Schule in Lübeck. Die Stiftung sei als Schulträger vor Ort „unverzichtbar“, betont Diederich. Sie arbeite als selbstständige Körperschaft, habe einen unmittelbaren Bezug zur Landespolitik und biete Eltern und Kirchenvorständen Mitsprachemöglichkeiten im Stiftungsrat.

Als „abwegig“ bezeichnet Diederich dementsprechend die Forderung aus dem Erzbistum, die Schulstandorte in Ludwigslust und Lübeck sofort aufzugeben und die Schulen in Schwerin und Rostock direkt dem Erzbistums zu unterstellen. Auch bei der Vollversammlung in der überfüllten Aula der Stensenschule seien sich die Teilnehmer der schwierigen Finanzlage des Erzbistums durchaus bewusst gewesen. „Um so unverständlicher war es allen, dass die von der Stadt Ludwigslust angebotenen 4,3 Millionen Euro EU-Fördermittel für einen Schulneubau der Edith-Stein-Schule vom Erzbistum einfach ausgeschlagen werden“, so Diederich.

Das Erzbistum habe keine Befugnis, die Bernostiftung aufzulösen oder sie dazu aufzufordern, sagt Diederich. Die Entscheidung hierüber könne allein der Stiftungsrat treffen. Doch soweit soll es auch nach dem Willen des Schulvereins nicht kommen: Die ersten Unterschriften für den Erhalt der Stiftung seien bereits gesammelt, schildert Diederich. Die Listen würden in der Schule ausliegen oder könnten aus dem Internet heruntergeladen werden. Im März sollen sie „als Ausdruck des Elternwillens und der Unterstützung aus dem Land“ dem Erzbischof übergeben werden.

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