Neue Schule in Schwerin : Schulneubau löst Platz-Engpässe

Der Komplex der neuen Grundschule an der Ecke Speicher-, Lagerstraße steht. Gegenwärtig laufen neben der Dämmung die Innenarbeiten. Rechts daneben wächst die Turnhalle.
Der Komplex der neuen Grundschule an der Ecke Speicher-, Lagerstraße steht. Gegenwärtig laufen neben der Dämmung die Innenarbeiten. Rechts daneben wächst die Turnhalle.

Am Ziegelsee werden im September auch die Flüchtlingskinder eingeschult, die jetzt als Vorklasse an der Heinrich-Heine-Schule lernen

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23. April 2017, 09:00 Uhr

Zehn Kinder aus Krisengebieten lernen an der Heinrich-Heine-Schule in einer so genannten Vorklasse den Unterrichtsalltag und die deutsche Sprache kennen. Möglich wurde diese Sonderform durch eine besondere Verwaltungsvorschrift, deren Anwendung Stadt und Staatliches Schulamt detailliert abgestimmt haben. „Diese Zehn werden dann zum neuen Schuljahr in die erste Klasse der Schule am Ziegelsee eingeschult“, erläutert Manuela Gabriel, Fachdienstleiterin Schule und Sport, den Plan. Auch das sei mit dem Staatlichen Schulamt so besprochen worden. Denn nach wie vor ist es eng an den Schweriner Schulen. „Der Zuzug junger Familien und der Zuzug von Flüchtlingen hält weiter an“, berichtet Sozialdezernent Andreas Ruhl. Dennoch sei die Stadt bislang in der Lage gewesen, jedem schulpflichtigen Kind auch einen Unterrichtsplatz zu geben.

Schwieriger sei die Situation im Kita- und Hort-Bereich, vor allem was Flüchtlinge betrifft. „Wir brauchen deshalb niederschwellige Betreuungsangebote“, sagt der Vize-Oberbürgermeister. Ein aktuell vom Bundesfamilienministerium aufgelegtes Programm mit dem Namen „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ kann da helfen. Ruhl: „Wir wollen mit der Caritas und dem Internationalen Bund in Schwerin solche Angebote auflegen.“ Mit Hilfe von gezielten Angeboten soll Eltern und Kindern, die bisher nicht oder nur unzureichend von der institutionellen Kindertagesbetreuung erreicht werden, der Einstieg in Angebote der Kindertagesbetreuung erleichtert werden. Und das gilt nicht nur für zugezogene Familien aus Krisengebieten. Der Förderzeitraum erstreckt sich von diesem Frühjahr bis Ende 2020. Mit der Förderung in Höhe von bis zu 150 000 Euro im Jahr können konkrete niedrigschwellige Angebote für Kinder und Familien gefördert werden, heißt es aus dem Ministerium von Manuela Schwesig. Die Antragstellung erfolgt durch die Träger der Jugendhilfe.

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