Bildung : Schulen holen sich Kultur ins Haus

Ideelles Markttreiben: Pädagogen und Kulturleute loten Ideen zur Zusammenarbeit aus.
Ideelles Markttreiben: Pädagogen und Kulturleute loten Ideen zur Zusammenarbeit aus.

Markt der Möglichkeiten: Im Staatlichen Museum treffen sich Lehrer und Künstler und vereinbaren konkrete Kooperationsprojekte

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29. November 2015, 09:00 Uhr

Quirliges Treiben wie auf einem echten Markt, nur dass nicht mit Waren, sondern mit Ideen gehandelt wird und sich die Akteure inmitten von Kunst im Staatlichen Museum befinden: Der erste „Marktplatz Kultur und Schule in MV“ war ein echter Hauptgewinn. Schulleiter von neun Schulen aus Schwerin und Umgebung waren gekommen, um mit zwei Dutzend Künstlern, Kulturmanagern und Vertretern kultureller Einrichtungen der Landeshauptstadt und der Region Kontakte aufzunehmen. Neue Kooperationen für kulturelle Bildungsprojekte erhoffen sich die Veranstalter, die Kulturstiftung der Länder, die Fachstelle Kulturelle Bildung und das Kultusministerium.

Die Idee funktioniert: „Es gibt viele interessante Projekte hier“, sagt Annett Groß, Leiterin der Friedensschule. „Wir haben schon eine Kooperationsvereinbarung mit dem Kunst-Wasser-Werk geschlossen, aber vielleicht bietet sich noch mehr an“, ergänzt Stellvertreterin Kathleen Petereit. Die Heineschule hat unterdessen einen Vertrag mit der Kunstschule Ataraxia geschlossen zur Bereicherung des Kunstunterrichts sowie mit der Stiftung Mecklenburg, die bei der Vermittlung von Plattdeutsch hilft. Die Weinbergschule will ebenfalls mit Ataraxia kooperieren, mit der Gestaltung von Plastiken alle Sinne ihrer Schüler ansprechen. „Wir wollen außerdem das Projekt Künstler für Schüler nutzen für das Arbeiten mit Porzellan“, sagt Heike Papenfuß. „Im Alltag könnten wir so etwas nicht bezahlen.“ Ähnlich geht es der Grundschule Neu Kalliß. Auch Carina Dörge nutzt dies Projekt, um eine Glaskünstlerin in den Unterricht zu holen. Jenny Köhn von der Grundschule Wittenförden sagt: „Wir wollten schon immer mehr mit dem Museum machen, jetzt haben wir die Möglichkeit. Wir können eine ganze Projektwoche starten.“

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