Schwerin : Schule in Tradition und Moderne

Mehr als 120 Jahre paukten die Schüler des Fridericianum in diesem Gebäude. Mitte der 1990-er Jahre reichte der Platz nicht mehr aus.
Mehr als 120 Jahre paukten die Schüler des Fridericianum in diesem Gebäude. Mitte der 1990-er Jahre reichte der Platz nicht mehr aus.

Das Gymnasium Fridericianum wird in diesem Jahr 200 Jahre alt – eine Schülergruppe bereitet das Jubiläum vor

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30. Juli 2018, 08:58 Uhr

Schwerins älteste Schule ist das Gymnasium Fridericianum. Es wird in diesem Jahr seinen 200. Jahrestag feiern. Der wird bereits jetzt von den Schülern vorbereitet, unter anderem durch eine Projektgruppe Pressearbeit. Darin sind die Schüler David, Finn, Jonas, Abdu, Johannes, Jurek, An, Nicolas, Matti und Jacob aus der bisherigen Klasse 9e aktiv. Sie haben bereits intensiv in der Schulgeschichte geforscht:

Die Anfänge des Fridericianums reichen zurück ins Jahr 1553, als Herzog Johann Albrecht I. eine Fürstenschule im ehemaligen Franziskanerkloster gründete. Kurze Zeit später, im Jahre 1565, wurde in der heutigen Thomaskapelle des Doms die Stiftsschule angesiedelt. Aus beiden entstand 1576 die Domschule, die 1818 in das erste Schweriner Gymnasium umgewandelt wurde. Namenspatron war Großherzog Friedrich Franz I. Eine repräsentative Heimstatt bekam das Fridericianum allerdings erst 1870, als die Schüler und Lehrer am 10. Oktober das von Hofbaumeister Hermann Willebrand entworfene Gebäude am Pfaffenteich bezogen. Mitte der 1990er-Jahre war das Gebäude für das altsprachliche Gymnasium zu klein geworden, es zog um ins ehemalige Lyzeum am Totendamm, wo es seither seinen Sitz hat. Das alte Gebäude am Pfaffenteich ist jetzt Sitz der Fachhochschule des Mittelstandes.

In Vorbereitung auf die Festwoche, die Ende 2018 gefeiert werden soll, arbeiten die Schüler der 5. bis 9. Klassen in verschiedenen Projekten zum Thema „Eine Schule im Wandel der Zeit: Zwischen Moderne und Tradition“.

„In der letzten Schulwoche fanden an unserer Schule Projekttage in Vorbereitung des 200-jährigen Jubiläums statt. Insgesamt gab es an vier Tagen 18 Projekte mit den unterschiedlichsten Aktivitäten“, berichten die Mitglieder der Projektgruppe Pressearbeit. Vom Zeitkapselbauen, dem Entziffern alter Schriften bis hin zur Arbeit im Archiv waren viele Themenbereiche vertreten. In dem Projekt „Berühmte Persönlichkeiten, die aus der Schule hervorgingen“, beschäftigte sich zum Beispiel die Klasse 8b mit bekannten Personen, die am Fridericianum lernten und ihr Abitur ablegten. „Die Zeitkapsel wurde von der Klasse 9b zusammengestellt und soll der zukünftigen Schülergeneration Informationen zu unserem jetzigen Schulleben vermitteln. Damit dies erfolgreich gelingt, wurden in die Kapsel unter anderem ein Grundriss der Schule, Geldscheine, Lehrbücher, aber auch Gegenstände wie eine Handyattrappe unseres Zeitalters, eine Liste mit Jugendwörtern, Zukunftsvisionen und Lehrerzitate hineingegeben“, berichtet die Pressegruppe.

Schüler der Klasse 8a fertigten zum Thema „200 Jahre Fridericianum“ Fotocollagen von Schwerin an. Kreativ wurden auch die Klassen 9a und 8e, die den Eingangsbereich und einen Flur mit schulgeschichtlichen Motiven und Gemälden verschönerten oder Rätsel zur Schulhistorie ausarbeiteten. Schüler der 6a unternahmen einen Ausflug nach Mueß und erlebten, wie eine Unterrichtsstunde früher verlief. „Alle Projektgruppen hatten bei ihrer Arbeit Spaß und das Gefühl, etwas Neues und Interessantes rund um die eigene Schule gelernt zu haben“, berichten David, Finn, Jonas, Abdu, Johannes, Jurek, An, Nicolas, Matti, Jacob.

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