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Schwerin bekommt neue Schule : Schule am Hafen wächst rasant

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach nur 14 Tagen soll der Rohbau an der Speicherstraße in der kommenden Woche stehen – Eröffnung im September geplant

von
erstellt am 03.Mär.2017 | 08:00 Uhr

Der Fahrer des polnischen Lasters sitzt in seiner Kabine und döst vor sich hin. Die ganze Nacht über ist er von Kabelsketal bei Halle nach Schwerin gefahren. Auf der Ladefläche ein Stahlgerippe, vom ersten Augenschein her so groß wie ein Container – ein Modul für die neue Schule an der Speicherstraße.

Thomas Köhler steht am Laster, zieht Plastikfolien vom Modul ab. „Ich packe sozusagen aus“, sagt er schmunzelnd. Die Transportsicherungen müssen ab, bevor Köhler das Modul an den Kran anschlagen kann. Nein, sagt er, Besonderheiten gibt es auf dieser Baustelle nicht – Routine eben. Nur das Wetter könnte besser sein. Köhler kennt sich aus, ist überall in Deutschland unterwegs, um Gebäude in Modulbauweise zu montieren. Wie viele es bisher waren? Der gebürtige Berliner weiß es nicht. „Da habe ich nicht mitgezählt.“

Am Rande der Baustelle stehen Bürocontainer übereinander gestapelt. Eine Treppe hoch sitzt Annika Mönnekes in ihrem Büro. Auf dem Schreibtisch sind großformatige Zeichnungen ausgebreitet. Die Bauleiterin der Firma Kleusberg bespricht Details mit einem Nachauftragnehmer. Wohin soll die Türklingel? Wo muss für die Heizungsrohre gebohrt werden? Die junge Frau gibt klare Anweisungen, hat jedes Detail im Kopf. „Ich bin seit drei Jahren Bauleiterin und habe auf vielen Baustellen gearbeitet“, sagt sie. Gerade war sie in Güstrow im Einsatz. „Man kommt viel rum, lernt Deutschland kennen.“

Seit dem 21. Februar werden die Module für die neue Schule montiert. Bis zu 17,5 Meter sind die Raumelemente lang, 3,8 Meter breit und maximal 20 Tonnen schwer. Schon in der kommenden Woche soll der Rohbau stehen. „Probleme gab es bisher keine“, sagt Annika Mönnekes. „Aber jede Baustelle ist besonders.“ In Schwerin sind es beispielsweise unterschiedliche Raumhöhen. Das ist aber alles beherrschbar, so die freundliche junge Frau. „Wir werden auf jeden Fall im August fertig – auch wenn der Zeitplan eng ist.“ Sind alle 81 Module montiert, kommt außen noch die Wärmedämmung drauf und Ausrüstungen von der Steckdose bis zum Waschbecken in der Toilette werden installiert.

Berge Dörner vom Zentralen Gebäudemanagement der Stadt nennt die Terminstellung immer noch „sportlich“. Aber auch er ist zuversichtlich, dass die Schule, in die der Hort integriert wird, bis zum Schuljahresbeginn am 4. September fertig sein wird. „Wenn der Schulrohbau steht, werden wir dahinter mit den Fundamenten für die Turnhalle beginnen“, kündigt Dörner an. Das wird so Mitte, Ende März sein – wenn nichts dazwischen kommt.“ aber davon geht der erfahrene Investitionsmanager nicht aus.

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