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Zeitung für die Landeshauptstadt

17. November 2017 | 22:33 Uhr

Schwerin : Schuldnerberatung gerettet

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ein Angebot der Stadt verhindert die schon angekündigte Schließung

svz.de von
erstellt am 23.Okt.2014 | 11:48 Uhr

In der Landeshauptstadt Schwerin wird es auch über das Jahresende hinaus eine Beratung für überschuldete Familien geben. Die Stadtverwaltung stellt den Schuldnerberatern des Diakoniewerks Büroräume zur Verfügung und verhindert so die bereits angekündigte Schließung der Stelle.

Drei Berater werden vom neuen Jahr an in Räumen der städtischen Immobilienverwaltung ihre Dienste anbieten. „Das ist eine Entscheidung zugunsten der wichtigen Schuldner- und Insolvenzberatung und damit für die hilfesuchenden Menschen. Wir bekommen damit die notwendige Zeit, um nach einer längerfristigen Lösung zu suchen“, erklärte gestern Sozialdezernent Dieter Niesen.

Das Diakoniewerk Neues Ufer hatte unter Hinweis auf steigende Personal- und Sachkosten eine unzureichende Finanzausstattung des kostenlosen Hilfsangebots durch Stadt und Land beklagt und die Schließung der Beratungsstelle zum Jahresende angekündigt. „Das Entgegenkommen der Stadt und die konstruktive Haltung des Landes haben uns gezeigt, dass unsere Probleme ernst genommen werden. Auf dieser Basis hat die Diakonie die Entscheidung zur Schließung der Beratungsstelle für 2015 ausgesetzt“, erklärte Geschäftsführer Thomas Tweer. Er hoffe auf eine dauerhaft tragfähige Lösung.

Die Arbeitsgemeinschaft der Schuldnerberater hatte auf ihrer Jahrestagung Ende September vor gravierenden Lücken in der Beratungslandschaft Mecklenburg-Vorpommerns gewarnt. Statt der kalkulierten 50 Prozent steuere das Land nur 41 Prozent zu den Gesamtkosten bei, beklagte die Verbandsvorsitzende Cornelia Zorn.

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