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Überschuldung in Schwerin : Schuldnerberatung auf gutem Weg

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Volkssolidarität zieht positive Bilanz: Nach schwierigem Start läuft die Betreuung überschuldeter Schweriner jetzt in normalen Bahnen

von
erstellt am 27.Apr.2016 | 12:00 Uhr

„Der Start war etwas holprig, aber jetzt sind wir auf einem guten Weg.“ Das sagt Katja Rosendahl, die Leiterin der neuen Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle der Volkssolidarität.

Dass es am Jahresanfang nicht so richtig rund lief, lag daran, dass die langjährige Beratungsstelle „Lichtblick“ der Diakonie ihre Arbeit beenden musste und die Volkssolidarität die Aufgaben übernahm. „Wir haben zunächst nur die Akten von 24 Fällen bekommen“, sagt Rosendahl. Peu-á-peu kommen aber weitere. „Es gab zunächst organisatorische Probleme auf beiden Seiten.“

In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden von den Fachleuten der Volkssolidarität bereits 100 Kurzberatungen durchgeführt, für 80 Klienten wurden Pfändungsschutzkonten, so genannte P-Konten, eingerichtet und für insgesamt 155 Vorgänge wurden die Akten angelegt.

Wer einen Termin bei der neuen Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle für ein P-Konto haben möchte bekommt den in der Regel innerhalb einer Woche. Für eine Kurzberatung sind es drei Wochen und für eine umfangreiche Schuldner- und Insolvenzberatung sechs bis acht Wochen. „Wir versuchen, die Termine so zu legen, dass die Ratsuchenden nicht lange warten müssen, sondern in der Regel gleich ins Gespräch gehen können“, sagt Katja Rosendahl.

Vier Mitarbeiter hat die Beratungsstelle. Alle dürfen eine Schuldnerberatung durchführen. In Sachen einer Insolvenz können derzeit nur zwei Mitarbeiter beraten, die anderen beiden sind aber bereits in der Qualifikation, so Rosendahl.

Die Volkssolidarität hat die Aufgaben einer Schuldnerberatung am 1. Januar übernommen. Die Diakonie hatte den Vertrag mit der Stadt zum Jahresende 2015 gekündigt, weil sie mit den Zuschüssen von Stadt und Land nicht mehr klar kam. Die kommunale Pflichtaufgabe wurde neu ausgeschrieben. Drei Angebote gingen ein. Den Zuschlag erhielt die Volkssolidarität.

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