Berufswahl : Schüler entdecken ihre Stärken

Improvisationstheater : Schüler der Schweriner Erich-Weinert-Schule zeigten beim spontanen Spiel auf der Bühne im Marstall ihre Kreativität – eine Eigenschaft, die auch im Berufsleben gefragt ist.
Improvisationstheater : Schüler der Schweriner Erich-Weinert-Schule zeigten beim spontanen Spiel auf der Bühne im Marstall ihre Kreativität – eine Eigenschaft, die auch im Berufsleben gefragt ist.

Berufswahlparcours im Marstall: Mehr als 2000 Jugendliche aus Westmecklenburg testen, welche Jobs für sie in Frage kommen

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04. November 2015, 12:00 Uhr

Pourya weiß, was er einmal werden möchte: Polizist. „Das ist ein cooler Beruf“, sagte der 13-Jährige von der Erich-Weinert-Schule. Zusammen mit seinen Mitschülern war der Siebtklässler gestern im Marstall, um auf einem Parcours mit mehreren Stationen seine Stärken zu testen. „Ich kann gut reden und bin kreativ“, erklärte Pourya. Als Polizist, der für Gerechtigkeit und Ordnung eintrete, könne er solche Eigenschaften doch bestens gebrauchen.

„Learn about skills“, so nennt sich das Projekt zur Berufsfrühorientierung, das Arbeitsagentur und Wirtschaftsministerium gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Mehr als 2000 Schüler von siebten und achten Klassen aus Regional-, Gesamt- und Förderschulen in ganz Westmecklenburg gehen bis zum 22. November an den Start. Den Auftakt machten gestern Schüler der Weinert-Schule, der Regionalen Schule Neukloster, der Regionalschule Käthe Kollwitz aus Rehna und Regionalschule Banzkow.

Mit Tempo geht es im Erlebnisparcours durch sechs Stationen: Vom Reiseterminal über den Zeittunnel ins Labyrinth und von der sturmfreien Bude über die Bühne in die Auswertung. Je nach Wahl von Aufgabe und Lösungsweg gibt es verschiedene Stärkepunkte für die Schüler an den einzelnen Stationen. An „Stärkeschränken“ erfahren die Jugendlichen, welche Tätigkeiten zu ihren Stärken passen, wie David Rapp vom Projektträger, Sinus – Büro für Kommunikation, erläuterte.

Botschaft des Berufswahlparcours: „Du kannst mehr, als du bislang weißt. Probiere aus, was dir Spaß macht, zuhause, in der Schule und im nächsten Praktikum.“ Bei mehr als 350 dualen Ausbildungswegen sowie zahlreichen schulischen Ausbildungen und Studienmöglichkeiten sei es für Schüler nicht immer einfach, sich zu orientieren“, sagte Arbeitsagentur-Chef Dirk Heyden. Der Parcours solle frühzeitig eine Hilfestellung geben. „Learn about skills“ sei ein wichtiger Baustein für eine gelungene Berufsorientierung mit Zukunft, betonte auch Dr. Stefan Rudolph, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium.

Er halte die Teilnahme am Berufswahlparcours für sehr sinnvoll, sagte Andreas Mensch, Lehrer an der Weinert-Schule. „Ich lerne meine Schüler von einer anderen Seite kennen.“ Viele Jugendlichen gingen etwa beim Improvisationstheater auf der Bühne mehr aus sich heraus als im Klassenraum.

Das Thema Berufsberatung wird für die Weiner-Schüler aber auch im Unterricht weiterhin aktuell bleiben. „Ich werde mit den Jugendlichen die Teilnahme am Projekt im Marstall nachbereiten“, kündigte Viola Beier von der Arbeitsagentur an.

Seine Stärken kennt jetzt jedenfalls auch der 13-jährige Dejan von der Weinert-Schule. Handwerkliches Geschick und die Bereitschaft zum Helfen gehörten dazu, sagte er. Keine schlechten Voraussetzungen für Dejans Traumberuf: Kfz-Mechaniker.








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