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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 19:41 Uhr

Friedhöfe in Schwerin : Schranke vor dem Waldfriedhof

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadt baut Sperranlage und Kassenautomaten auf. Alter Friedhof soll später nachgerüstet werden

von
erstellt am 16.Feb.2017 | 08:00 Uhr

In den politischen Gremien der Stadt wird derzeit die „Änderungssatzung zur Änderung der Friedhofsordnung“ diskutiert. Hinter dem sperrigen Begriff versteckt sich aber ein Mehr an Service für Friedhofsbesucher. Die sichtbarste Veränderung wird eine Schranke zur besseren Steuerung des Fahrzeugverkehrs auf dem Gelände des Waldfriedhofs sein.

„Durch die Errichtung der Schranke soll das unberechtigte Befahren unterbunden werden und sie dient auch zur Durchsetzung der Befahrzeiten“, erklärte Ilka Wilczek, Werkleiterin der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen (SDS), die Satzungsänderung jüngst vor dem Hauptausschuss. „Die Errichtung einer Schranke an der Zufahrt zum Waldfriedhof erfordert die satzungsrechtlichen Ergänzungen.“

Die Einführung des Schrankensystems ermöglicht den Besuchern den Kauf einer Tagesberechtigung am Automaten und somit außerhalb der Öffnungszeiten der Friedhofsverwaltung. Und: Das Befahren des Friedhofes außerhalb der zugelassenen Befahrzeiten soll zukünftig als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

Fünf Euro kostet die Tageskarte, 36 Euro die Jahreskarte. Für eine Genehmigung für die Dauer von zwölf Monaten für Schwerbehinderte – außer mit Merkzeichen aG oder BI – werden künftig 20 Euro fällig. Die Erteilung einer Genehmigung für Schwerbehinderte mit dem Merkzeichen aG oder BI ist gebührenfrei. Die Regelungen orientieren sich an dem städtischen Verfahren zur Genehmigung eines Behindertenparkplatzes. Die SDS planen, nach dem Waldfriedhof auch am Alten Friedhof das Befahren per Schrankenanlage zu regeln.

Darüber hinaus sieht die neue Friedhofssatzung noch ein paar weitere Änderungen vor. Bislang können Kinder nur in einem extra ausgewiesenen Grabfeld bestattet werden. „Es wurde in der Vergangenheit mehrfach der Wunsch auf Beisetzung im Familiengrabfeld an uns herangetragen“, erklärt Ilka Wilczek. „Diesem Wunsch wollen wir mit der Änderung nachkommen.“ Offiziell heißt das: „Das Angebot zur Nutzung von Urnenwahlgrabstätten wurde um die Möglichkeit der Bestattung eines Sarges bis zu einer Länge von 60 Zentimeter erweitert.“

Erleichtern dürfte eine weitere Neuerung auch viele ältere Friedhofsbesucher. Zur Bestattung oder Beisetzung können künftig durch den Eigenbetrieb am Grab auf Wunsch der Angehörigen vier Stühle aufgestellt werden. Das kostet aber extra: 42 Euro verlangen die SDS dafür werktags, 50 Euro sogar an Sonnabenden.

Die neue Friedhofssatzung muss noch von der Stadtvertretung beschlossen werden.

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