Kaum Larvenbefall : Schotenrüssler verschont Region

Sattes Grün: Die Pflanzen auf den Rapsfeldern haben ihre Blüten zum größten Teil abgeworfen. Die Schoten versprechen Landwirten wie Detlef Hönicke eine gute Ernte.  Fotos: Katja Müller
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Sattes Grün: Die Pflanzen auf den Rapsfeldern haben ihre Blüten zum größten Teil abgeworfen. Die Schoten versprechen Landwirten wie Detlef Hönicke eine gute Ernte. Fotos: Katja Müller

Der Larvenbefall und die gelben Felder sind Geschichte: Rapsausfall hat sich reguliert und die Bauern blicken zuversichtlich auf die Ernte

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06. Juni 2015, 13:00 Uhr

Zufrieden blickt Detlef Hönicke über die Felder zwischen Leezen und Görslow. Wo vor drei Monaten noch Grund zur Sorge bestand, hat sich mittlerweile eine dichte, grüne Decke gebildet: Die Rapsschoten haben sich prächtig entwickelt und auch von den kahlen Stellen ist nichts mehr zu sehen. „Der Blick kann natürlich auch trügen, denn die Pflanzen haben sich so ausladend entwickelt und verzweigt, dass nicht zu erkennen ist, ob in der Mitte nicht doch einige kahle Stellen am Boden sind. Es wird wohl bei den fünf Prozent Ausfall bleiben“, erklärt der Vorsitzende der Produktivgemeinschaft Leezen. Doch die derzeitige Entwicklung des Raps lässt ihn weiterhin auf eine gute Ernte hoffen. „Die Witterung war für den Raps optimal. Es war kühl und genau das brauchen die Pflanzen, um nicht unnötig ins Kraut zu schießen“, erklärt Hönicke. Es gehe schließlich nicht um viel Blattmasse und hohe Pflanzen, sondern viel mehr um gute Schoten und den nötigen Ölgehalt. „Die heiklen Zeiten sind überstanden. Der Rapsstängelrüssler und auch der Rapsglanzkäfer haben einen Bogen um unsere Pflanzen gemacht, keinen Schaden angerichtet“, sagt der Landwirt. Denn vom Beginn der Blüte bis zur Reife der Schote vergehen etwa zwei Monate. Und da werden die Pflanzen regelmäßig kontrolliert. „Zu Pfingsten war noch einmal der Schotenrüssler im Gespräch, einige Bauern hatten Befall festgestellt. Ich aber nicht“, sagt Detlef Hönicke und schaut noch einmal prüfend den Raps an der Ackerkante an. „Da ist so ein Fall. Hier hat sich der Schotenrüssler zu schaffen gemacht“, erklärt er und zeigt eine angefressene Schote. Besorgniserregend sei das aber nicht. „Wir müssen mit einigen Schäden rechnen. Das ist eben Natur und so lange diese im Rahmen bleiben, ist das auch kein Problem“, versichert der Bauer. Aber befällt dieser Schädling größere Areale, kann es auch zu einem Totalausfall der Ernte kommen. „Gott sei Dank ist das bei uns nicht der Fall“, schiebt Hönicke hinterher. Jetzt gegen den Schädling vorzugehen, wäre Quatsch. Denn dann würden wir mit der Technik mehr kaputt fahren als es einbringt“, betont Hönicke. Jetzt heißt es warten. „Der Raps wird nun alt. Er verliert an Farbe und die Schoten müssen reifen. Daher wäre Sonne nicht verkehrt“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Und wo es jetzt noch gelb leuchtet, da habe sich Raps von allein nachgesät.

Als das Schicksal zuschlägt, tröstet sich Olaf mit Alkohol und Kokain – in der Crivitzer Tagesstätte für psychisch Kranke findet er Hilfe.

Posted by Zeitung für die Landeshauptstadt - News aus Schwerin & Umgebung on Donnerstag, 4. Juni 2015
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