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Gefahr per Post : Schon wieder: Dreiste Abzocke per E-Mail

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Betrüger versuchen derzeit verstärkt, Geld oder persönliche Daten von Schweriner Computernutzern zu bekommen

svz.de von
erstellt am 14.Mai.2014 | 21:00 Uhr

Wieder einmal schwappt eine Welle betrügerischer E-Mails auf die Computerbesitzer in der Landeshauptstadt herein. „Zu uns kommen täglich fünf bis acht verunsicherte Nutzer“, sagt Cornelia Nagel von der Verbraucherzentrale in der Dr.-Külz-Straße. „Es werden aber noch viel mehr Schweriner sein, die solche elektronische Post bekommen.“

Angeblich haben die Empfänger ein Abonnement für sechs Monate abgeschlossen. Wofür geht aus dem Anschreiben nicht hervor. Aber die Rechnung im Anhang soll innerhalb von sieben Tagen beglichen werden. „Die angehängte Zip-Datei darf auf gar keinen Fall geöffnet werden“, so Cornelia Nagel. „Dadurch dürfte man sich Schad-Software auf seinen Rechner holen.“ Wer der Absender der ominösen E-Mails ist, ist unklar. Im Anschreiben tauchen jedenfalls mehrere Firmen auf: die Media Service AG, der Download Service oder auch die Center AG Media werden da genannt.

Betrüger versuchen derzeit auch mit einer weiteren Masche die Computernutzer abzuzocken. „Es kommen E-Mails von einer vermeintlichen Bank“, erläutert Nagel. Der Name der Commerzbank taucht in diesem Zusammenhang häufig auf. In der E-Mail wird ein Link angegeben, den man anklicken soll. Wer das tut, sieht eine Maske, in die er seine Kontodaten eintragen soll. „Dies ist eine völlig unseriöse Aufforderung, der man nicht nachkommen darf“, so die Spezialistin der Verbraucherzentrale. Solche E-Mail wird keine Bank verschicken.“ Die Geldinstitute sprechen ihre Kunden immer persönlich an – per Brief oder in der Filiale.

Zwar seien die erfolgreichen Angriffe dieser Art in letzter Zeit weniger geworden, stellt Cornelia Nagel fest. „Unsere Warnungen werden wohl doch von immer mehr Computernutzern berücksichtigt.“ Allerdings sind die jetzt aufgetauchten E-Mails sehr professionell gemacht. „Der Laie kann sie kaum von ,echten‘ E-Mails der Geldinstitute unterscheiden.“ Im Zweifel sollten sich die Empfänger an ihre Bank oder Sparkasse wenden oder auch an die Verbraucherzentrale.

Inzwischen liegen bei der Polizei auch schon Anzeigen wegen der Betrugsversuche vor. „Das sollten alle machen, die solch eine E-Mail bekommen“, fordert Cornelia Nagel die Schweriner auf. „Diesen Betrügern muss das Handwerk gelegt werden.“ Wenngleich es auch oft schwierig ist, der Hintermänner habhaft zu werden.

Die Verbraucherzentrale rät allen Computernutzern, äußerst sensibel zu sein, wenn es um die Weitergabe persönlicher Daten geht. Zahlungsaufforderungen sollten immer sehr genau geprüft werden, bevor Geld überwiesen wird.

 

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