„Unser Dorf hat Zukunft" : Schönes Pinnow auf Goldkurs

Ein schneller Überblick  war an zwei Schautafeln mit Luftaufnahmen von Pinnow und Umgebung möglich. Bürgermeister Andreas Zapf erläuterte daran, wie sich die Gemeinde entwickelt hat.
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Ein schneller Überblick war an zwei Schautafeln mit Luftaufnahmen von Pinnow und Umgebung möglich. Bürgermeister Andreas Zapf erläuterte daran, wie sich die Gemeinde entwickelt hat.

Bundesjury des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ besucht zum Sommeranfang Mecklenburg: Ergebnisse gibt es am 8. Juli

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21. Juni 2016, 21:00 Uhr

Das schönste Dorf in Mecklenburg-Vorpommern ist Pinnow schon: Jetzt geht es um Gold. Beim Bundesfinale des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ werden weder Sieger noch Platzierte gekürt, sondern Edelmetall vergeben. Und mit ihrer glänzenden Präsentation gestern steuern die Pinnower auf Goldkurs.

Die Bundesjury mit Vertretern aus ganz Deutschland lässt sich in jedem der 33 qualifizierten Orten überraschen, was präsentiert wird. „Die einzige Vorgabe ist die Zeit“, verrät Dr. Reinhard Kubat, Landrat im nordhessischen Kreis Waldeck-Frankenberg und Jurychef. „Drei Stunden hat jede Gemeinde zur Verfügung.“ Denn die Juroren reisen zwischen dem 14. Juni und 7. Juli kreuz und quer durchs Land. „So lernen wir 33 der schönsten Orte Deutschlands kennen.“

Am Dienstag zum Sommeranfang war MV-Tag. Am Vormittag stand Pinnow auf dem Plan, am Nachmittag folgte Lohmen bei Güstrow.

Vor dem 8. Juli darf Dr. Reinhard Kubat natürlich nichts verraten. Aber befragt nach seinem ersten Eindruck sagt er: „Die Pinnower verstehen es, ihr Dorf voranzubringen.“ Natürlich sei die Nähe zu Schwerin von Vorteil. Doch das viele Grün im alten Dorf und in den neuen Wohngebieten falle ebenso auf wie der sorgsame Umgang mit der historischen Bausubstanz. Kubat freue sich aber besonders, dass die Pinnower den Kindern so viel Raum geben. Dass da der noch laufende Ausbau der Kita im alten Ortskern auf 132 Plätze auf dem Programm stand, kam nicht nur beim Jurypräsidenten gut an. Doch das allein reicht nicht. „Es geht um Ideen, um zukunftsweisende Projekte, die auch für andere Gemeinden interessant sind. Und ganz wichtig ist das Engagement der Leute, die das alles mit Leben erfüllen“, nennt Dr. Ulrich Neubauer aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium weiterer Aspekte, auf die die Juroren achten – ohne die vier Fachbereiche Entwicklungskonzepte/Wirtschaft, Soziales Engagement/Kultur, Baugestaltung/Siedlungsentwicklung sowie Grüngestaltung/Dorf in der Landschaft aus dem Blick zu verlieren.

Genau das war gestern auch die Aufgabe für die Pinnower bei ihrer Präsentation. Bürgermeister Andreas Zapf holte sich dafür Gemeindevertreter und Mitstreiter aus den Vereinen an Bord, die verteilt über Pinnow und Godern einzelne Projekte vorstellten. Zwei nagelneue Feuerwehrfahrzeuge vor dem Gemeindezentrum mit laufendem Erweiterungsbau, die erlebbar gemachten Sagenwelten rund ums Petermännchen und Räuber Röpke, Naturschutzareale zwischen Uferzonen und Trockenrasen-Hängen, Kunst im Goderner Kreis und Badestimmung am Goderner Strand – die Mischung stimmte. „Ich habe jedenfalls in sehr viele, zufriedene Gesichter blicken können“, verrät Ulrike Drefahl. Die Fachfrau aus dem Schweriner Landwirtschaftsministerium zieht als Chefmanagerin des Landeswettbewerbs keine voreiligen Schlüsse. Doch auch ihre Prognose lautet: Es sieht Gold glänzend für Pinnow aus.

Gewissheit herrscht aber erst nach Abschluss der Deutschandreise der Jury. Am 8. Juli werden die Gold-Dörfer bekanntgegeben. Für Januar nächsten Jahres gibt es dann eine Einladung zum Bundespräsidenten und die offizielle Auszeichnung während der Grünen Woche in Berlin.

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