Banzkow : Schön bunt muss es sein

Eine lilafarbene Petunie hat sich der fünfjährige Leopold ausgesucht. Er war einer der spontanen Besucher.  Fotos: Katja Müller
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Eine lilafarbene Petunie hat sich der fünfjährige Leopold ausgesucht. Er war einer der spontanen Besucher. Fotos: Katja Müller

Hobbygärtner legen jetzt in den Gärten so richtig los: Banzkower Pflanzenbörse bietet traditionelles Pflanz-Grün und auch Exoten.

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06. Mai 2019, 05:00 Uhr

Banzkow | „Und zwei von den schwarzen Tomaten, die fehlen mir noch in meiner Sammlung“, sagt Doreen Schütze. Sie ist eine der ersten Kundinnen der Banzkower Pflanzenbörse. Nicht nur zum Schauen. Gezielt steuert sie auf die Kisten mit kleinen Gemüsepflanzen zu. Seit dem vergangenen Jahr hat die Schwerinerin einen Schrebergarten. Und Tomaten sind ihr Steckenpferd: 36 hat die junge Mutter bereits selbst gezogen. „Gelbe, grüne, Cocktailtomaten und in diesem Jahr sogar auch Cookie-Tomaten“, zählt sie auf. Eigentlich sollten es nicht so viele werden, doch nun sei das Gewächshaus voll. „Ich gehe ganz gern auf Pflanzenmärkte, da bekommt man die Sorten, die es eben nicht in jedem Baumarkt gibt“, sagt die Schwerinerin. Banzkow sei bekannt und genieße einen guten Ruf. „Die Auswahl ist einfach groß“, ergänzt sie.

Das meiste hat Doreen Schütze schon im Garten. Neben Tomaten wachsen dort auch Brokkoli, Knoblauch und Zwiebeln. „Gerade für die Kinder ist es schön, dass sie auch sehen, wo Gemüse und Obst herkommen und wie es wächst. Und in den nächsten Tagen können sie mithelfen, Bohnen und Erbsen zu legen“, sagt die junge Schwerinerin.

Leopold Giese kam zufällig mit seinem Vater Arndt an der Banzkower Pflanzenbörse vorbei und konnte ihn überreden, ein paar Blumen mitzunehmen. Einen lilafarbenen Topf hat der 5-Jährige sich ausgesucht. „Der wird nachher gleich eingepflanzt“, versichert er.

Eine „schöne bunte Mischung“ hat sich Gerhard Podlech aus Rastow ausgesucht. Petunien sollen es sein. Gemüse ist schon im Garten. „Ich habe alles ausgesät und auch die Kartoffeln warten bereits auf den Frost“, sagt er und lacht. Der Wetterbericht habe für die kommenden Tage nicht gerade Frühling angekündigt. „Aber wir nehmen es wie es kommt und hoffen auf warme Nächte“, sagt der Rentner. Und sollte Väterchen Frost doch noch einmal vorbeischauen, dann würden wenigstens seine Kräuter überleben. Davon hat der Rastower nämlich reichlich im Garten: Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Bohnenkraut und ein wenig Dill. „Der will immer nicht so recht und sucht sich selbst aus, wo er wachsen will“, weiß er aus Erfahrung.

Das bestätigt auch Katja Languth von den Lewitzwerkstätten aus Spornitz. „Dill ist eigentlich sehr robust, braucht aber auch guten Gartenboden. Wir züchten unsere Pflanzen selbst und da ist auch der Dill standfest und sehr gefragt“, erklärt sie. An diesem Tag hat sie neben dem feinblättrigen Gurkenkraut auch noch zahlreiche andere Küchenkräuter wie auch Blumen- und Gemüsesetzlinge.

Ausgefallene Kräuter wie peruanischen Sauerklee, arabisches Bergkraut oder Verbenen, die nach Anis oder Zitrone duften und schmecken, hatte Andreas Gebbhard an seinem Stand im Angebot. „Das hier ist auch neu: Japanische Zuckerhortensie. Ideal, um Tee oder andere Speisen zu würzen. Sie ersetzt Zucker“, erklärt der Gärtner.
Sigrid Stickel entscheidet sich für vertraute Sorten. „Ich habe Sellerie, Eisbergsalatpflanzen und Bornholmmargeriten mitgenommen.“ Die Grambowerin genießt es, über die Märkte zu bummeln und sich inspirieren zu lassen. Am Stand von Silvia Peters aus Banzkow nimmt sie auch noch eine „Schwarzäugige Susanne“ mit. Die Kletterpflanze soll in einen Kübel. Und was noch zum heimischen Gartenglück fehlt, das werde bei Freunden oder Bekannten getauscht.

So eine Tauschbörse hatte sich auch Astrid Dahl vom organisierenden Banzkower Störtalverein gewünscht: „Leider ist niemand angesprungen. Wir haben nur Verkäufer hier. Aber immerhin viele Besucher, Glück mit dem Wetter und die Freiwillige Feuerwehr hat guten Zulauf am großen Suppentopf“, sagt sei dennoch zufrieden.

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