zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

13. Dezember 2017 | 12:18 Uhr

Schwerin : Schnupper-Training für Nola

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

DRK bildet Rettungshunde aus, damit Vierbeiner bei der Suche nach verirrten oder orientierungslosen Menschen helfen können

von
erstellt am 11.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Ungewöhnlich viel Bewegung auf einem Schrottplatz mit hunderten alten Autos: Mehrere Leute blicken konzentriert zu den Fahrzeugen hinüber, zwischen denen ein Hund aufgeregt hin und her rennt. Areal für Areal, Gasse für Gasse läuft der Vierbeiner aufmerksam ab, bleibt gelegentlich stehen und schnuppert, setzt aber seine Suche fort. Dann plötzlich schlägt er an, bellt laut und freudig.

Sein Frauchen, Stefanie Marten, die die Suche aus der Ferne mit der Gruppe beobachtet hat, lächelt zufrieden und läuft zu ihrem Tier. Hund Nola hat die Person, die sich in einem alten Trabi versteckt hat, gefunden. Dafür wird der Boxer nun mit einem Leckerli belohnt und darf mit einem Spielzeug toben. Trainingsalltag bei der Schweriner DRK-Rettungshundestaffel, die bei der Freiwilligen Feuerwehr Gudow angesiedelt ist.

Doch wofür genau werden die Rettungshunde gebraucht? „Wenn sich ein Pilzsammler im Wald verirrt oder ein an Demenz Erkrankter nicht mehr zu finden ist, dann kommen die Suchhunde des DRK zum Einsatz“, sagt Yvonne Finke. Es seien keine Fährtenhunde, so Finke weiter, die zuvor Gegenstände der Zielperson beschnüffeln müssten, sondern sie seien dafür ausgebildet, in einem bestimmten Gebiet, das sie von ihrem Führer zugewiesen bekommen, Menschen zu suchen. „Dabei lassen sie sich auch von keinem Hasen und keiner Katze ablenken. Sie sind ganz auf ihre Aufgabe fixiert, Personen aufzuspüren“, versichert Yvonne Finke.

Doch das muss trainiert werden. Die Schwerinerin Stefanie Marten, die seit einem Jahr mit ihrer Boxerhündin dabei ist, erzählt: „Ich habe ganz klassisch mit der Hundeschule begonnen. Dann habe ich gemerkt, dass das meiner Nola zu wenig ist, dass sie Herausforderung braucht. Da ich ohnehin schon beim DRK ehrenamtlich gearbeitet habe, bin ich zur Hundestaffel gegangen.“ Jetzt werde ich mit Nola zwei bis dreimal wöchentlich trainieren. „Das ist ein schöner Ausgleich für mich“, sagt die junge Finanzamtsmitarbeiterin. Und Verstärkung, sagt sie, könne die Hundestaffel auch noch gut gebrauchen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen