Schnellboote bereichern Altstadtfest

Eng wurde es beim Bummel auf der Festmeile rund um den Pfaffenteich vor allem am Nordufer, wo traditionell der Rummel aufgebaut war.
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Eng wurde es beim Bummel auf der Festmeile rund um den Pfaffenteich vor allem am Nordufer, wo traditionell der Rummel aufgebaut war.

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16. September 2012, 07:34 Uhr

Altstadt | Streit gab es schon im Vorfeld um das erste Speedboot-Rennen auf dem Pfaffenteich, das dem traditionellen Altstadtfest in diesem Jahr einen neuen Akzent geben sollte. Bedenkenträger hatten vor Lärm und Umweltbelastung gewarnt. Schließlich wurde die Fahr-Erlaubnis auf einen Tag zusammengestrichen. Doch das Projekt gefiel den Schwerinern. Die Rennen gestern wurden von tausenden Besuchern interessiert verfolgt. "Ich bin jedes Jahr auf dem Altstadtfest und finde es gut, dass es diesmal mit den Jetski-Wettkämpfen mal was echt Neues gibt", sagte Torsten Priske. Die Boote seien weder übermäßig laut noch würden die Enten vertrieben, versicherte der 45-jährige Schweriner. "Ich hoffe, dass es so etwas im nächsten Jahr wieder gibt."

Vor allem den jungen Leuten gefielen die spektakulären Rennen, bei denen das Wasser kräftig spritzte, aber keine großen Wellen entstanden, die über die Umrandung schwappten. "Echt cool, diese Speedboot-Vorführungen", kommentierte Christian Buddrick beeindruckt. "Das macht doch endlich mal was her. So etwas würde ich mir viel häufiger in Schwerin wünschen", sagte der 31-Jährige.

Die rasend schnellen Boote, die in unterschiedlichen Klassen präsentiert wurden, zogen jedoch nicht nur die Männer in ihren Bann, die Frauen schauten sich nicht minder fasziniert die Rennen und Schauvorführungen an. "Ich fahre selbst Jetski, deshalb interessiert mich diese Sportart natürlich besonders", erzählte Janine Guse. Die

26-jährige Schwerinerin lobte, dass beim ersten Wettkampf auf dem Pfaffenteich keine Laien, sondern Profis am Start waren, die durch hohes fahrerisches Können beste Werbung für diesen Sport machten. So lief denn auch alles reibungslos ab inmitten des Altstadtfest-Trubels, weder Zuschauer noch Aktive kamen zu Schaden.

Und auch ansonsten ging es sehr gesittet zu auf dem Fest. Nach Auskunft der Polizei gab es keine Zwischenfälle auf der Party-Meile. "Es ist so wie immer, also schön", fasste Sandra Lembcke lachend zusammen. "Ich hätte mir aber ein paar mehr Händler gewünscht, in den vergangenen Jahren war schon deutlich mehr los beim Altstadtfest", merkte die Schwerinerin auch mit Blick auf die Bühnenprogramme an. Vor allem am Ostufer zwischen den Trödelmarkt-Ständen klafften viele Lücken. Positiv wurde von jungen Familien vermerkt, dass es mehr Kinderkarussells und Rummelbuden gab - nicht nur am Nordufer. Dort waren Riesenrad und Breakdancer die Besuchermagneten.

Dank des schönen Sonntagswetters waren am Ende des Altstadtfestes schließlich auch die meisten Händler versöhnt, die gestern guten Umsatz machen konnten. Denn der verregnete Start am Freitag und zurückhaltendes Kaufverhalten wegen höherer Preise bei der Gastronomie hatten zunächst für lange Gesichter gesorgt.

Weitere Bilder vom Altstadtfest finden Sie, liebe Leser, in der Bildergalerie.

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