Wintereinbruch in Schwerin : Schnee sorgt für Verkehrschaos

Spiegelglatte Straßen in und um Schwerin:  Die tonnenschweren Lastwagen kamen trotz teils angelegter Schneeketten nicht die Anhöhe bei Raben Steinfeld hinauf.
Spiegelglatte Straßen in und um Schwerin: Die tonnenschweren Lastwagen kamen trotz teils angelegter Schneeketten nicht die Anhöhe bei Raben Steinfeld hinauf.

Polizei und Räumdienst im Dauereinsatz. Busse des Nahverkehrs fuhren mit Verspätung. Zahlreiche Ampeln in der Stadt fielen aus

23-13214194_23-66107979_1416392498.JPG von
18. Januar 2018, 20:00 Uhr

Rutschige Fahrbahnen und Wege, quer stehende Laster, umgekippte Bäume, Schwankungen im Stromnetz: Der Wintereinbruch hat am Donnerstag auch in Schwerin für Probleme gesorgt. Nach Angaben der Polizei wurde der Verkehr durch Schnee und Glätte erheblich beeinträchtigt. „Es gab mehrere Unfälle mit Blechschäden“, sagte Sprecher Steffen Salow. Die Feuerwehr musste unter anderem ausrücken, um Bäume in der Erich-Weinert-Straße und der Lomossowstraße wegzuräumen.

Brummifahrer aus Spanien, den baltischen Staaten und Deutschland wurden vom Wintereinbruch auf der B 321 in Schwerin Richtung Autobahn 14 von den Wetterkapriolen ausgebremst. Die tonnenschweren Lastwagen kamen trotz teils angelegter Schneeketten nicht die Anhöhe bei Raben Steinfeld hinauf.

Seit 10.30 Uhr waren die Räumfahrzeuge der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS) in der Landeshauptstadt im Einsatz. „Was wir an Technik haben, ist auf den Straßen“, erklärte Bereichsleiter Axel Klabe – insgesamt elf Wagen. Zunächst seien die wichtigen Straßen geräumt worden, darunter der Obotritenring, die Ludwigsluster Chaussee, die Wismarsche Straße und die Pampower Straße. „Wir tun unser Bestes, aber wir können nicht überall zur selben Zeit sein“, bat Klabe um Verständnis. An mehreren Stellen in der Stadt seien auch die SDS-Fahrzeuge nur schwer durchgekommen. Besonders schwierig habe sich die Situation unter anderem in Neumühle dargestellt, berichtete der Bereichsleiter.

„Meine 83 Jahre alte Mutter wollte mit dem Bus von Neumühle in die Stadt fahren“, erzählte unsere Leserin Sigrid Kurek. Weit sei der Bus aber nicht gekommen, der Unfalldienst des Nahverkehrs habe ihre Mutter dann wieder nach Hause gefahren. Tatsächlich war Alt-Neumühle für die Busse des Nahverkehrs vorübergehend nicht befahrbar, wie Wolfgang Block vom Schweriner Nahverkehr bestätigte. Probleme habe es auch auf der Linie 14 geben, auf der die Busse nur bis zum Bertha-Klingberg-Platz und nicht bis zur Jugendherberge verkehrt seien. Auf der Linie 16, die eigentlich bis zur Kantstraße durchfahre, sei am Berliner Platz Schluss gewesen, so Block. Verspätungen von zehn Minuten und noch deutlich mehr hätten die Busse des Nahverkehrs auf fast allen Linien wetterbedingt gehabt. Die Straßenbahnen seien dagegen pünktlich gefahren, betonte der Nahverkehrsmitarbeiter.

Aufgrund von Stromschwankungen kam es im Stadtgebiet in der Mittagszeit nicht nur zu heimischen Computer-Abstürzen, sondern auch zu Störungen an zahlreichen Ampelanlagen. „Die Ampeln wurden automatisch wieder hochgefahren“, sagte Stadtsprecherin Michaela Christen. Ursache für die Schwankungen seien witterungsbedingte Spannungseinbrüche gewesen, erklärte Wemag-Sprecherin Diana Kuhrau. Durch das Wetter habe es am Nachmittag auch Ausfälle von mehreren Trafo-Stationen gegeben, betroffen unter anderem der Raum Crivitz.

Da durch die Schneelast auf den Bäumen die Gefahr besteht, dass Äste abbrechen, sind der Waldfriedhof und der Alte Friedhof ab sofort für Besucher gesperrt. Der Weg zur Friedhofsverwaltung auf dem Waldfriedhof könne aber genutzt werden, sagte Stadtsprecherin Christen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen