Schweriner Schloss : Schlossfest lockte tausende Gäste

Das Herzogspaar grüßt: Mathias Schott und Katrin Scherneck.
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Das Herzogspaar grüßt: Mathias Schott und Katrin Scherneck.

Schwerin feiert seine Geschichte: Rückschau auf das Leben zu Großherzogs Zeiten mit Umzug, Musik und historischen Vorführungen

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19. Juni 2016, 20:55 Uhr

Gefeiert wurde zu Zeiten von Großherzog Friedrich Franz II. auch oft, aber so viele Gäste wie am Wochenende zum Schlossfest gekommen waren, hatte der Fürst garantiert nicht. Zum 15. Mal hatte der Verein der Freunde des Schweriner Schlosses zum historischen Spektakel eingeladen und Zehntausende kamen. Getreu dem Motto „Tradition trifft Moderne“ stand zunächst am Sonnabend das Leben am Hofe und zu Zeiten von F.F. II. im Mittelpunkt, am Sonntag dann die Gegenwart beim Tag der offenen Tür des Landtages.

„Ich bin begeistert. Es läuft wunderbar. Mehr als 200 Mitglieder unseres Vereins machen heute in historischen Kostümen mit und lassen das höfische Leben für einen Tag im Jahr wieder lebendig werden“, sagte Vereinschef Mathias Schott, der traditionell in die Rolle von Friedrich Franz II. geschlüpft war – und sie perfekt ausfüllte. Gemeinsam mit Großherzogin Anne – alias Katrin Scherneck – war er um 10 Uhr mit militärischen Ehren am Fürstenzimmer des Hauptbahnhofs empfangen worden, bestieg dann seine Kalesche und führte nach Militär und Kapelle den Umzug der Hofdamen und Herren zum Schloss an. Mit dabei: Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow und Ehemann Erwin in historischen Kostümen. „Das Schlossfest ist eine tolle Bereicherung für die Stadt, ein Tourismusmagnet und macht zudem auch noch viel Spaß“, sagte sie lachend.

Empfangen wurde die Festgesellschaft im Schlossinnenhof von Landtagsvizepräsidentin Silke Gajek, die die Gäste zum Besuch der historischen Räume und geschichtlichen Veranstaltungen und zum Blick in die lebendige Demokratie beim Tag der offenen Tür des Landtages einlud.

Das Programm, das 200 Enthusiasten gemeinsam mit den Mitarbeitern des Museums und des Landtages und vielen weiteren Vereinen und Gesellschaften auf die Beine gestellt hatte, glänzte mit Vielfalt: Musik in der Schlosskirche und im Innenhof, Fechtvorführungen und Kanonenschießen im Burggarten, historische Mode, Etikette und Tänze, Hofgeflüster und Audienzen. Sogar die alte Drehbrücke wurde mit Muskelkraft bewegt und pfälzische Winzer luden zur Weinverkostung ein. „Ich bin begeistert von Schwerin, dem Schloss und den Menschen“, fasste Weinkönigin Christina Schneider aus Nordheim zusammen, was in vielen Sprachen zu hören war.

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