Stühlerücken in der Schweriner Gastro-Szene : Schlosscafé bekommt neuen Betreiber

<fettakgl>Das Orangerie-Café bietet 120 Gästen Platz im Innenbereich</fettakgl> und weiteren 100 unter freiem Himmel. Geöffnet ist es allerdings nur in den warmen Jahreszeiten. <foto>klawitter</foto>
Das Orangerie-Café bietet 120 Gästen Platz im Innenbereich und weiteren 100 unter freiem Himmel. Geöffnet ist es allerdings nur in den warmen Jahreszeiten. klawitter

Das neue Jahr hat in Schwerins Gastro-Szene mit mehreren Betreiberwechseln begonnen. Auch die Schlossgastronomie ist neu ausgeschrieben. Denn das Ehepaar Messerschmidt, die früheren Besitzer, gehen in den Weinhandel.

svz.de von
10. Januar 2013, 09:51 Uhr

Altstadt | Der Landtag will die Gastronomie im Schloss neu verpachten. Ausgeschrieben ist die Bewirtschaftung der Landtagskantine, des Orangeriecafés, des Schlossrestaurants und des Schlosscafés, deren Versorgung über eine zentrale Küche erfolgt. Bis 25. Januar können sich "kreative Fachleute oder Unternehmen bewerben , die das besondere Ambiente einer Schlossgastronomie zu schätzen wissen", heißt es in der Ausschreibung. "Wir haben bereits ein knappes Dutzend Bewerbungen, die vorwiegend aus der Region kommen, können aber erst nach dem Ablauf der Ausschreibungsfrist am 25. Januar nähere Auskünfte geben", sagt Landtagsdirektor Armin Tebben. Bis zur Neuverpachtung - Tebben nennt als möglichen Zeitpunkt Anfang März - werde der Kantinenbetrieb vorübergehend durch das Unternehmen Schwerin Menü abgesichert.

Der bisherige Pächter der Schlossgastronomie, das Ehepaar Messerschmidt, und die Landtagsverwaltung hatten sich im gegenseitigen Einvernehmen zum Jahresende getrennt, so Tebben. Froh sei er darüber, dass es so viele neue Bewerber gebe. "Der Betrieb der Schlossgastronomie ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, weil sowohl der Kantinenbetrieb für die Mitglieder und Mitarbeiter des Landtages und Gäste als auch eine sehr hochwertige Veranstaltungsgastronomie gesichert werden müssen", erläutert der Landtagsdirektor. Neben parlamentarischen Abenden seien Tagungen mit ausländischen Gästen wie beispielsweise das bevorstehende "Parlamentsforum südliche Ostsee" oder die über das Auswärtige Amt organisierten Besuche ausländischer Delegationen gastronomisch ansprechend zu gestalten, betont Tebben. Außerdem habe die Schlossgastronomie eine beachtliche Dimension auch neben dem Bankettgeschäft. In der Kantine, die über 100 Sitzplätze verfügt, werden im Durchschnitt 150 bis 200 Mittagessen pro Tag gereicht, das Orangeriecafé hat etwa 120 Plätze im Innen- und 100 im Außenbereich und ist im Sommer oft komplett belegt und das Café und Restaurant im Schlossgartenflügel des früheren Fürstenhauses bieten etwa 120 Gästen Platz. "Die Schlossgastronomie ist für den Landtag wichtig, aber auch, um das Wahrzeichen Schwerins Einheimischen und Touristen ein Stück weiter erlebbar zu machen", fasst Landtagsdirektor Armin Tebben zusammen.


Stühlerücken in der Gastro-Szene
Aus „Krömer Restaurant und Weinhandel“ werden „Weinhandel Krömer“ und „Café und Restaurant Herzogliche Dampfwäscherei“: Nach der Insolvenz des Weinhauses Krömer im vergangenen Jahr bekommt die Gaststätte in dem historischen Gebäude in der Werderstraße, Ecke Großer Moor, nun einen neuen Betreiber: Das Ehepaar Christien und Rico Messerschmidt, von 1999 bis 2012 Betreiber der Schlossgastronomie, hat dort mit Jahresbeginn sein „Café und Restaurant Herzogliche Dampfwäscherei“ eröffnet. „Nach fünf Jahren Geschäftstätigkeit am Großen Moor haben wir uns entschieden, das Restaurant vom Weinhandel zu trennen“, erklärt Frank-Peter Krömer. Der „Weinhandel Krömer“ – künftig bestehend aus Einzel-, Groß-, und Internethandel – werde Mitte des Jahres ein neues Geschäft in der Schweriner Innenstadt eröffnen, so Krömer.

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